Wenn die Kuckuck zweimal klingelt von Katja K.

Anja Druckbuchstaben | 27 Dezember 2014 |






Zum Inhalt:

Besser als jede Reality-Show: die Memoiren der Gerichtsvollzieherin! Wenn die Kuckuck zweimal klingelt, stecken sie bereits tief in ihren persönlichen Finanzkrisen: der hochverschuldete Promi-Fußballer, die spielsüchtige Baronesse, die Puff-Mutter, die schrille Operndiva und der Spinnenmann ... sogar Tote tauchen wieder auf! Tränen, Gezeter und sogar körperliche Attacken sind ebenso vorprogrammiert wie gnadenlos Witziges, Skurriles und haarsträubend Schrilles. 


Mein Senf zum Buch:
Zu Beginn hatte ich mich auf ein Buch eingestellt, dass mich vor allem zum Lachen bringt. Überrascht hat mich allerdings die Tatsache, dass hier Leute nicht einfach nur durch den Kakao gezogen werden. Ganz im Gegenteil. Das Buch schafft es schon zu Beginn, einen nachdenklich zu stimmen. Sicher gibt es Personen, die unverschuldet in diese missliche Lage geraten sind und nun verzweifelt versuchen, da wieder raus zu kommen. In der Zwischenzeit bleibt ihnen nichts anderen übrig, als das beste daraus zu machen und da lernt man eben auch den ein oder anderen Gerichtsvollzieher kennen.
Die Geschichten machen jedoch genauso deutlich, dass man Menschen nicht alles glauben kann. Und dass auch Gerichtvollzieherinnen Gefahr laufen, sich durch Gutgläubigkeit und Mitleid sehr schnell hinter's Licht führen zu lassen.

Bei ein paar der Geschichten, hatte ich so meine Bedenken, dass die wirklich so abgelaufen sind. Die Methoden der Gerichtsvollzieherin sind zum Teil sehr ungewöhnlich. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass jemand so etwas tatsächlich machen würde.

Positiv ist zu erwähnen, ist, dass das Buch aus vielen kleinen Kurzgeschichten, vielen verschiedenen Begegnungen und Schicksalen besteht. Keine Geschichte wird unnötig in die Länge gezogen und das ist für den Leser wirklich angenehm.

Fazit:
Unterhaltsame Kurzgeschichten für zwischendurch, die einen Einblick in den Alltag einer Gerichtvollzieherin geben. Ab und zu habe ich an den Methoden der Dame gezweifelt, aber das gute ist: Wenn einem eine Geschichte mal nicht so zusagt, springt man eben zur nächsten.






Vielen Dank an mira für das Rezensionsexemplar!

Kommentare:

  1. Ich werde das Buch auch hoffentlich bald lesen und freue mich schon darauf. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man in diesem Beruf die unglaublichsten Sachen erlebt. Auf die von dir erwähnten ungewöhnlichen Methoden bin ich mal gespannt.

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    1. Huhu Bianca,

      ich bin sehr gespannt wie es dir gefallen wird.

      LG
      Anja

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