Bestellen bei Amazon, ja oder nein? - FF

Anja Druckbuchstaben | 14 November 2014 |

Der Follow Friday für Bücherblogs ist eine Aktion von Sonja =)


Die heutige Frage ist wirklich sehr interessant:
Bei Amazon bestellen, ja oder nein? Es gibt wohl genauso viele Gründe, die dafür wie auch dagegen sprechen! Wie steht ihr zu der Sache?

Wow, das ist mal echt eine schwierige Frage! Nach dem Anschauen dieser gehypten ARD-Reportage vor einigen Monaten, den vielen Streiks der Mitarbeiter und dem ganzen Ärger, den offensichtlich Autoren und Verlage mit dem Konzern bzgl. Preisen haben, habe ich kurzzeitig überlegt, ob ich überhaupt noch bei Amazon bestellen soll. 

Obwohl ich kurzzeitig auf alternative Anbieter ausgewichen bin, bin ich am Ende doch wieder vermehrt bei Amazon gelandet. Grund dafür sind einfach Zuverlässigkeit, Schnelligkeit, Sortiment, Preis und Retourenabwicklung. Die Vorteile liegen auf der Hand. Dazu kommt, dass Amazon ein recht großer Arbeitgeber in unserer Region ist. Man sollte außerdem nicht vergessen, dass die Medaille immer zwei Seiten hat.
Ein Leben ohne Amazon kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, selbst wenn es nur darum geht, Preise zu vergleichen. Beim E-Reader habe ich mich dann allerdings doch für den sympathischen Tolino entschieden... das muss an dieser Stelle auch mal gesagt werden =)


Ich bin echt total gespannt auf eure Meinungen!


Kommentare:

  1. Für mich ganz klar ja. Der Versand ist (für mich dank Prime) kostenlos, es geht schnell, ich muss nicht extra losfahren und irgendwo suchen... Onlineshopping ist für mich eh das beste, ich kann ganz gemütlich zuhause einkaufen und muss mich nicht durch volle überhitzte Läden schieben. Außerdem finde ich in Buchläden meist nicht das, was ich suche und muss es eh bestellen.

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    1. Hi Steffi,

      ich kann das vollkommen nachvollziehen. Ich versuche zwar auch weitestgehend unseren lokalen kleinen Buchladen zu unterstützen, aber hier ist es meistens wirklich so, dass die Bücher, die ich möchte, erst bestellt werden müssen. Auch wenn das nur einen Tag dauert, ist es deutlich mehr Aufwand, noch ein zweites Mal hinzufahren. Meistens komme ich abends so spät von der Arbeit, dass ich unter der Woche gar keine Zeit habe, dort meine Bücher abzuholen.

      LG
      Anja

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  2. Nein. Das liegt nicht nur daran, dass ich im Buchhandel arbeite, das hab ich schon davor nicht mehr gemacht, denn die wirklich klitzekleine Buchhandlung im Nachbarort hat einen Onlineshop. Warum also unterstütze ich Amazon und nicht lieber einen regionalen Buchhandel? Und jetzt kommt die Überraschung: Ich muss keine PRIME-Kosten bezahlen, um versandkostenfrei beliefert zu werden, denn - wie so viele Buchhändler - versendet diese kleine Beispiels-Buchhandlung nämlich IMMER versandkostenfrei. Diese dämliche Onlineshopping-Argument und das Versandkostenfrei ging mir schon vor meiner Ausbildung auf die Nerven. Und die wunderbare Schnelligkeit von Amazon... in einer Buchhandlung können wirklich sehr viele Titel am nächsten Tag da sein oder gehen eben in den Versand. Also noch kein Argument.
    Und die Arbeitsplätze, die vernichtet Amazon doch gerade selber, immerhin verlagern sie die Lager nach Polen...

    Hier übrigens mein Beispiel, auf das ich mich bezogen hatte: http://buecherinsel.org/lieferung-zahlung
    Klein, aber fein.

    Na ja...

    Alles Liebe, Chimiko

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    1. Hi Chimiko,

      ich hab mir schon gedacht, dass das eine sehr emotionale Diskussion wird. Unsere kleine Buchhandlung versendet leider nicht kostenlos, trotzdem versuche ich natürlich was Bücher angeht, so viele wie möglich lokal zu kaufen oder eben per Mail oder Telefon vorzubestellen. Wenn ich bei Amazon kaufe, dann sind das eher weniger Bücher, sondern Spielzeug, DVDs, CDs und Co.
      Trotzdem musst du zugeben, dass Online Shopping einfach verdammt bequem ist. Keine überfüllten Läden, keine Öffnungszeiten usw. usw. In einem Alltag, in dem beruflich und familiär immer mehr Zeitdruck herrscht, ist es keine Überraschung, dass sich das durchgesetzt hat. Es gibt da einfach viele Faktoren, die da rein spielen.
      Wie das mit Amazon weitergeht, das muss man jetzt erstmal abwarten. Ich kann nur sagen, dass ich sehr viele kenne, die dort arbeiten und die sind recht zufrieden mit ihrem Job. Von Verlagerung ist da noch keine Rede.

      LG
      Anja

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  3. Ich bin ein Amazonoholic. Bin auch Prime Mitglied aber nachdem die das ab nächstem Jahr so anziehen wegen dem Instant Video muß ich nochmal abwägen. Wir nurtzen es schon aber wie intensiv, rechnet sich das. Ok egal Prime hin oder her ich habe auch davor schon gerne bei Amazon gekauft.

    Für mich ist es einfach bequem. Wir reden ja nun nichtmal über Bücher die ich bestelle da kaufe ich eh selten neu.
    Aber wie auch bei z.B. Zooplus schätze ich es einfach das Zeug nicht schleppen zu müßen. Weihnachtsgeschenke für die Kinder kann ich super heimlich einkaufen was sonst nicht geht.
    Die Preise sind oft unschlagbar und ja Geiz ist geil jeder muß irgendwie sehen dass er überlebt.

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    1. Hi Sabrina,

      auch über deinen Beitrag kann man jetzt wieder eine Endlos-Diskussion lostreten. Aber ehrlich gesagt, auch wenn sich ganz hinten mein schlechtes Gewissen meldet, muss ich sagen, dass ich dich verstehen kann. "Geiz ist geil" finde ich zwar zu übertrieben, aber du hast schon recht, man bekommt selbst auch nichts geschenkt. Preise vergleichen und den günstigsten Vorziehen ist legitim.

      LG
      Anja

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  4. Arbeitsplätze sind für mich in der einen wie in der anderen Richtung kein Argument, so aus grundsätzlichen Erwägungen schon. Und weil ich mit physischen Buchhandlungen echt nichts anfangen kann, ist Amazon meine Händlerin der Wahl.
    Die in der fraglichen ARD-Reportage (die ich nicht gesehen habe) geschilderten Umstände wären sicherlich schon eher ein Argument, sich jemand Sympathischeres zu suchen, sehe ich aber andererseits eher als gesamtgesellschaftliches Problem denn als Amazon-spezifisches.

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    1. Hi Muriel,

      für dich ist Amazon also weiblich. Sehr interessant =).
      Mit dem letzten Punkt gebe ich dir recht. Ich sehe es zum Teil eher so, dass Amazon hier als Sündenbock für etwas herhält, das andere große Konzerne 1:1 genauso machen. Man sollte da objektiv bleiben.

      LG
      Anja

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  5. Hallo liebe Anja :)
    Ich geb dir recht, es gibt immer zwei Seiten zu betrachten. Aber was Amazon sich da geleistet hat, was den Streit mit Hachette angeht... ging in meinen Augen einfach gar nicht. Nur weil der Verlag nicht einlenkt, einfach aus dem Sortiment Wochen später ausliefern und und und ... sowas sollte sich auch ein Online-Händler wie Amazon dreimal überlegen. :)

    Liebe Grüße
    Katja

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    1. Huhu Katjalein,

      dieses Vorgehen mit Hachette hat mich ehrlich gesagt sehr überrascht. Es ist absolut nicht ok seine Marktmacht dermaßen zu missbrauchen. Auffallend ist aber, dass man auch hier wieder nur eine Seite in den Medien breit getreten hat. Ich bin bei solchen Anschuldigungen immer etwas skeptisch.

      LG
      Anja

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  6. Ich bestelle relativ viel bei Amazon, es ist einfach sehr unkompliziert...

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  7. Nein, nicht mehr. Amazon wächst auf Teufel komm raus auf Pump, um eine Monopolstellung zu bekommen. Irgendwann brechen die zusammen und dann ist der Schaden gross. Ich bestelle woanders auch wenn es woanders ein paar Grischen teurer ist oder ein paar Tage länger dauert. Entschleunigung des Lebens ;).

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