Erschienen am 02.02.2026 | 208 Seiten | 17,00 €
Dagmar Schönleber | Satyr
Klappentext
Trost für die innere Dreißig!
Ist das noch Reifeprozess oder schon Verfall? Dagmar Schönleber erzählt von den Schnäppchen und Schlaglöchern auf dem Weg in die zweite Lebenshälfte. Dieser buchgewordene Picknickkorb ist prall gefüllt mit klugen Kurzgeschichten, Gedichten, Essays und Bühnentexten der erfolgreichen Kabarettistin.
Dagmar Schönleber kommt ganz schön herum. Sie bespielt seit zwanzig Jahren die Kabarettbühnen der Republik und darüber hinaus und stellt fest: Wir werden alle in jeder Sekunde älter, doch in völlig unterschiedlichem Tempo und in unvorhersehbaren Spiralen! Plötzlich ist man auch als Punk too old to die young: Die eigenen Arme werden zu kurz für die Augen, die Kinder vernünftig und die Eltern wollen noch mal zurück zu ihren Anfängen.
Mal philosophisch, mal haltlos überspitzt, mal tiefgründig, mal albern, aber immer humorvoll und selbstironisch begegnet Dagmar Schönleber übermotivierten Biobauern und unterschätzten Zumbatalenten, scheitert an Alltagsgeräten und in Wellness-tempeln und bleibt doch rebellisch gegen eine Zukunft der Rückwärtsgewandten. (Quelle: Satyr)
Senf
"Ich war lange Zeit mit meinem Äußeren sehr zufrieden, bis ich merkte, woran es lag: Ich brauchte eine Brille. Man merkt es daran, dass beim Lesen der Arm zu kurz wird;" (S. 65)
Das Thema älter werden betrifft uns alle und daher habe ich es sehr genossen, mit Dagmar Schönleber einen Blick in die zweite Lebenshälfte zu werfen. Humor ist dabei ein ganz wichtiger Bestandteil. Ich habe mich sehr über ihre Gedanken amüsiert und am Ende auch einiges für mich mitgenommen.
Machen wir wirklich alles gleichzeitig und am Ende gar nichts davon richtig? Ich denke da steckt einiges an Wahrheit drin und ich nehme mich davon selbst nicht aus. Wir sind ständig auf Multitasking ausgelegt. Die Medien, vor allem die sozialen, der Job, Familie und KI machen es vor. Ich habe den Eindruck, dass es sogar schon zu den unausgesprochenen Erwartungen eines jeden zählt.
Richtig genossen habe ich den Senioren-Roadtrip bzw. Familienausflug. Neben einigen Lachern, war es einfach auch wunderbar nostalgisch und herzerwärmend. Davon hätte ich noch mehr vertragen können.
Und dann kamen sie, die Geschichten über ihre alternden Eltern, spätestens hier hatte mich Dagmar Schönleber fest am Haken. Es stellt sich heraus, sie kann nicht nur witzig, sondern auch nachdenklich und mitreißend. Ich habe es einfach gefühlt und plötzlich waren da neben dem breiten Grinsen auch einige Tränen.
Fazit
Humor, Selbstironie und eine gute Portion Sarkasmus sollten wir meiner Ansicht nach immer im Gepäck haben, egal welche Herausforderungen wir im Leben meistern müssen. Beim Lesen der Texte von Dagmar Schönleber kam es mir ein bisschen so vor, als würde ich mit einer Freundin beim Käffchen sitzen und wir würden alles mal kräftig durch den Kakao ziehen.
(4 von 5 Punkten)


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