Gemeinsam Lesen

Anja Druckbuchstaben | 02 Juni 2015 |

Eine Aktion von Schlunzen-Bücher und Weltenwanderer .


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese "Der Tag, an dem ich aufhörte, "Beeil dich" zu sagen von Rachel Macy Stafford und ich bin auf Seite 25 von 301




Zum Inhalt:

»Dafür haben wir jetzt keine Zeit«, war lange der Satz, den die Töchter von Rachel Macy Stafford am häufigsten von ihrer Mutter hörten. Die junge Frau verlor sich geradezu in ihrem hektischen Alltag, während sie versuchte, allen Ansprüchen gerecht zu werden. Bis es schließlich nicht mehr weiterging.Nicht für sie, nicht für ihren Partner und vor allem nicht für ihre Kinder. Rachel Macy Stafford zog daraufhin die Reißleine und beschloss, ihr Leben zu ändern. Sie entwickelte ein Programm für mehr Achtsamkeit und Gelassenheit und lernte so auch selbst, endlich wieder bewusst Zeit mit ihrer Familie zu verbringen.  (Quelle: Ullstein)








2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Meine Töchter und ich hatten gerade das Haus verlassen, um zum Schwimmunterricht zu fahren." (S. 25)

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Kinder kennen keine Eile und keinen Termindruck, sie nehmen sich einfach die Zeit, die sie brauchen. Bloß wir Erwachsenen müssen ständig hetzen. Genau so geht es auch mir oft. Ich kann gar nicht zählen wie oft ich schon "Beeil dich", "Wir haben keine Zeit" oder "Wir kommen zu spät" gesagt habe. 
Ich habe mich auch schon dabei erwischt, wie ich meine Tochter dreimal bitten musste, etwas zu wiederholen, was sie mir gerade erklärt hatte, nur weil ich gedanklich in meine innere ToDo-Liste vertieft war. Was machen wir da eigentlich für einen Blödsinn???

Dieses Verhalten lässt sich aber auch in anderen Bereichen finden. Ward ihr kürzlich mal auf einem Konzert oder einer anderen Veranstaltung? Ist euch mal aufgefallen, was 95 Prozent der Menschen dort machen? Sie halten ihr Smartphone hoch und wollen alles krampfhaft auf Video festhalten, anstatt es einfach zu genießen. Da frage ich mich doch, was in 50 Jahren mehr zählt: Eine tiefgreifende Erinnerung oder die Anzahl der geteilten Videos auf Twitter, Instagram und Co. =)

Wer einen Einblick darin haben möchte, worum es im Buch genau geht, der sollte sich mal kurz diesen Beitrag der Autorin anschauen. Ich denke davon können wir alle was lernen, ob Kind vorhanden oder nicht.



4.
An welchem Ort befindest du dich in deinem aktuellen Buch? 
Würdest du gerne mal dorthin reisen und was würdest du dort unternehmen?


In meinem aktuellen Buch befinde ich mich im Alltag einer Mutter, der meinem gar nicht so unähnlich ist. Ich brauche also gar nicht dorthin reisen, denn ich bin ja schon da =)


Kommentare:

  1. Guten Morgen Anja!

    Sehr interessantes Thema! Hat mich gleich an Momo von Michael Ende erinnert :)
    Als meine Kids noch klein waren hab ich mich von diesem Hetze Strudel nicht mitreißen lassen. Oft hab ich Mütter gesehen (es fallen ja einem immer die auf, in dessen Alter die eigenen Kinder sind), die in zügigem Tempo den Gehweg langlaufen, die Kinder an der Hand und diese fast schon hinter sich herzerren. Das waren die Szenen, die mich innehalten ließen, weil ich mir dachte, die kleinen Beinchen kommen doch gar nicht mit, mit dem Tempo.
    Deshalb hab ich mir immer Zeit gelassen, wenn es ging. Klar hat man manchmal Termine, da gehts nicht anders, aber man kann sichs manchmal auch einteilen (nicht immer). Diese Gelassenheit hab ich mir hart erarbeitet, allerdings schwindet sie, je älter meine Kinder werden ... leider. Viel zu oft lass ich mich jetzt wieder von der Hetze anstecken. Ich sollte vielleicht mal wieder "Momo" zur Hand nehmen :D

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Huhu liebe Aleshanee,

      ich arbeite noch an meiner Gelassenheit. Besonders morgens fällt es mir sehr schwer, weil man einfach gewissen Zeiten einhalten muss.
      Aber ich werde mich da weiter unter Beobachtung stellen ^^

      LG
      Anja

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  2. Guten Morgen.

    Hmm, dein Buch klingt eher wie ein Ratgeber, aber es wäre nichts für mich. Mir geht es da so wie Alex, ich lasse mich da nicht mitreißen. Klar kommen immer mal Situationen auf in denen es schneller gehen muss, aber wir sind nun mal die Eltern und sollten als Beispiel voran gehen. Wenn ich meine Tochter zu spät für die Schule wecke mache ich mir keinen Stress, dann rufe ich einfach an und sag wir haben verschlafen, sie kommt etwas später.
    Ich finde es einfach schrecklich das viele ihre Kinder hinter sich herziehen (wie Alex schon sagte). Wir sind für sie verantwortlich und ganz ehrlich? Ich möchte auch nicht das mein Mann mich bei der Hand nimmt und über den Gehweg "schleift", nur damit wir pünktlich irgendwo ankommen. Dann muss man seine Zeit besser planen

    Aber das ist nur meine Meinung.

    LG Diana

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    1. Huhu Diana,

      Pünklichkeit finde ich schon sehr wichtig und das möchte ich meiner Tochter auch weiter vermitteln, aber sich auch in Situationen zu stressen, in denen man eigentlich einfach mal locker sein könnte, daran möchte ich arbeiten.
      Dass wir morgens relativ pünktlich aus dem Haus kommen, das muss einfach sein, sonst hängt einem das den ganzen Tag nach. Aber nachmittags und abends, da muss es einfach lockerer zugehen. Jedenfalls bei uns.


      LG
      Anja

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  3. Guten Morgen,
    Ratgeber-Bücher sind nicht unbedingt was für mich :-) Als meine Kids noch klein waren habe ich sie gemieden wie die Pest und siehe da, meine Kinder sind trotzdem was anständiges geworden:-) Ich denke man sollte viel mehr auf seinen eigenen, gesunden Menschenverstand hören, als ständig auf das was alle anderen so sagen.

    LG
    Tina

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    1. Hi Tina,

      ich bin da total deiner Meinung. Genau so mache ich es auch! Aber manchmal fällt einem auf, dass man mit seinen Ansichten und Problemchen nicht alleine da steht und dann blicke ich schon mal gerne nach links und rechts, um zu schauen wie andere damit umgehen. Letztlich würde ich mein Leben nach keinem Ratgeber der Welt ausrichten.

      LG
      Anja

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  4. Hey,
    klingt echt nach einem sehr interessanten Buch, zumal mich diese Smartphonephänomene selber total aufregen. Als Deutschland im letzten Jahr die WM gewann, hat in der Halle die eine Hälfte gejubelt, die andere hat gefilmt, wie sich andere freuen. Verstehe ich nicht, warum man nicht selber den Moment genießen möchte.

    LG Caro

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  5. Huhu :)

    Deine aktuelle Lektüre klingt toll. Du hast absolut Recht, die Menschen, die permanent auf Konzerten mit dem Handy filmen oder Fotos machen, gehen auch mir gehörig auf die Nerven. Und soweit ich weiß, nervt es auch die KünstlerInnen. Bela B. hat sich über dieses Verhalten in einem Interview beschwert, weil er nicht mehr das Gefühl hat, dass er die Leute begeistert. Es lenkt ihn ab, wenn er nicht mehr in Gesichter schaut, sondern in Kameras.
    Der Alltag ist meiner Meinung nach nicht völlig ohne Stress zu meistern, aber wir können durchaus versuchen, das Maß gesund zu halten und uns nicht permanent abhetzen zu müssen. :)

    Gemeinsam Lesen auf dem wortmagieblog

    Viele liebe Grüße,
    Elli

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  6. Huhu!

    Das Buch klingt sehr interessant. Ich wurde vor etwa 15 Jahren durch eine chronische Krankheit gezwungen, mein Leben zu "entschleunigen", und ich muss sagen, was Besseres hätte mir eigentlich nicht passieren können.

    ...ok, ich würde natürlich gerne auch ohne die Krankheit leben, aber was ich damit meine: ich war noch nie so glücklich wie jetzt, wo ich langsamer, aber bewusster lebe, und ohne die Krankheit würde ich bestimmt immer noch durchs Leben hetzen.

    LG,
    Mikka

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