Forever - Das ewige Mädchen von Rebecca Hamilton

Anja Druckbuchstaben | 04 November 2013 |
Zum Inhalt:
Hexe! Sophia weiß genau, wie man sie im Dorf nennt. Sie kennt sich ja auch mit okkulten Riten aus und beschwört Geister. Was sie schrecklicher findet als den Hass der Dorfbewohner, ist das immer gegenwärtige Summen in ihrem Kopf, unter dem sie leidet, seit sie achtzehn wurde. Um es endlich zum Schweigen zu bringen, wendet sie einen Zauber an – der misslingt. Denn aus dem Summen werden plötzlich flüsternde Stimmen, und dunkle Gestalten erscheinen. Einer von ihnen ist der geheimnisvolle Charles, zu dem Sophia sich magisch hingezogen fühlt. Welchen Fluch sie geweckt hat, erfährt sie erst durch eine alte Schriftrolle: Ihre Vorfahrin Elizabeth war eine Hexe, die mit achtzehn eines grausamen Todes gestorben ist …

Mein Senf zum Buch:
Die ersten 50 Seiten vom Buch waren für mich ein bisschen mühsam, doch dann tritt Charles auf den Plan. Von da an lebt das Buch von den Momenten, in denen Charles und Sophia zusammen sind. Die Beziehung der beiden verläuft zunächst sehr zaghaft. Sie ist eine dieser bekannten Ich-steh-auf-dich-aber-wir-dürfen-uns-nicht-näher-kommen,-es-ist-zu-gefährlich Sorte. Doch diese Beziehung schlägt sehr schnell um. Plötzlich führen die beiden Gespräche wie ein altes Ehepaar. Die erotischen Momente haben dennoch ihren Reiz =).

Es ergeben sich im Laufe der Geschichte für Sophia des Öfteren neue Erkenntnisse, doch die Spannung wird überhaupt nicht genutzt. Das alles wird irgendwie nur beiläufig erwähnt. Neue Fakten werden nicht wirklich schmackhaft gemacht.
Es passieren Dinge, die dem Leser nicht näher erläutert werden und Entscheidungen werden wie selbstverständlich getroffen, ohne dass diese dem Leser erklärt werden. Für mich waren daher einige Gegebenheiten nicht immer ganz nachvollziehbar und kamen mir zum Teil sogar unlogisch vor. 
So hört Sophia beispielsweise ständig diese, für sie, nervigen und unheimlichen Stimmen, die sie auszublenden versucht. Und nur weil ihr einmal jemand sagt, dass sie sich doch einfach mal darauf konzentrieren soll, anstatt sie zu ignorieren, wird daraus wie ganz selbstverständlich ein Gedankenlesen.
Ein anderes Mal, als sich herausgestellt hat, wer Ivory wirklich ist, muss Sophia unbedingt schwarze Magie anwenden. Darüber macht sie sich ununterbrochen Gedanken und es wird mehrfach betont, dass dies der einzige Weg sein kann. Wieso das jedoch so ist, war für mich nicht nachvollziehbar. Es hat nie ein klärendes Gespräch gegeben, aber alle Charaktere verhalten sich, als wäre es selbstverständlich.
Ich hoffe ich hab hier nicht zu sehr gespoilert =).

Die Idee, dass eine höhere Macht hinter all dem Übernatürlichen steht und auch die Fähigkeiten der einzelnen Elementare sowie die Rückblicke in die Vergangenheit haben mir sehr gut gefallen. Was mir allerdings gänzlich gefehlt hat, war Humor. Alle Figuren und Themen sind ständig so furchtbar ernst.

Fazit:
Fantastische Grundidee, dessen Umsetzung deutlich Luft nach oben bietet. Man darf also auf den nächsten Band gespannt sein.

3 von 5 Sternen




Vielen Dank an Blogg dein Buch und Darkiss. Ihr könnt das Buch hier bestellen.




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