Earth Girl - Die Begegnung von Janet Edwards

Anja Druckbuchstaben | 26 November 2013 |

http://www.rowohlt.de/buch/Janet_Edwards_Earth_Girl_Die_Begegnung.2962887.html
Zum Inhalt:
Als «Earth Girl» gehört Jarra zu den Ausgestoßenen, den Menschen ohne Wert. Mit diesem Schicksal wollte sich die streitlustige junge Frau noch nie abfinden. Doch an einer Tatsache kann auch Jarra nichts ändern: Sie gehört zu den wenigen, die aufgrund eines Gendefekts nicht teleportieren können. Während der Rest der Menschheit fremde Galaxien entdeckt, bleibt für sie nur ein Ort: der blaue Heimatplanet. Der allerdings ist in höchster Gefahr. Der erste Kontakt mit außerirdischem Leben steht bevor. Und die Fremden drohen mit der Vernichtung der Erde ... Um Jarra und ihre Freunde sammelt sich eine Widerstandsgruppe, aber ist der Rest der Menschheit ebenfalls bereit, für den Planeten der Zurückgelassenen zu kämpfen?

Mein Senf zum Buch:
Jarra wirkt nach außen hin unheimlich selbstbewusst und dominant, doch in ihr drin sieht es ganz anders aus. Sie nennt sich oft selbst einen Affen und schrumpfhirnig (das passiert so oft, dass es mir nach der Hälfte des Buches echt auf die Nerven ging). Sie hat kein sehr ausgeprägtes Selbstwertgefühl und doch nimmt sie Herausforderungen immer wieder an.
Ich bin wirklich sehr froh, dass sie den sturen Fian an ihrer Seite hat =)

Wer den ersten Band gelesen hat, der weiß, dass Menschen in der von Janet Edwards beschriebenen Zukunft, schon längst nicht mehr nur auf dem Planeten Erde Zuhause sind, sondern kontinuierlich neue Welten für sich entdecken und besiedeln. Da ist es also nur eine Frage der Zeit, bis sie auf außerirdisches Leben stoßen, dass so intelligent ist, dass es versucht Kontakt aufzunehmen. 
Auf sowas stehe ich total und obwohl mir das Buch sehr gut gefallen hat, bin ich am Ende das Gefühl nicht losgeworden, dass dieser zweite Band "nur" die Vorbereitung auf das Finale ist. Daran ist einfach der Cliffhanger schuld.

Der Schreibstil ist dieses Mal sehr militärisch geprägt, dennoch kommen humorvolle Stellen nicht zu kurz, was das Ganze wieder ausgleicht. Eines der Themen im Buch ist der Umgang mit Vorurteilen. Jarra gilt in ihrer Welt als behindert, denn sie kann auf Grund eines Gendefekts die Erde nicht verlassen. Sie würde sterben. Nicht alle Menschen sind ihr deshalb wohlwollend gesinnt. Mir gefällt sehr gut wie dieser Umstand in die Geschichte eingeflochten ist und wie stellenweise damit aufgeräumt wird. 

"Dieser Kampf würde immer Teil meines Lebens sein. Es würde imm Leute geben, die der Meinung waren, ich sei kein vollwertiger Mensch. Jahrelang war ich darüber verbittert und wütend gewesen und hatte einen Großteil dieser Wut gegen mich selbst gerichtet. Wenn einem immer wieder dasselbe gesagt wird, hinterlässt es irgendwann Spuren." (S. 220)

Fazit:
Für Jarra und Science Fiction Fans ein absolutes Muss. Man sollte allerdings etwas mit militärischen Strukturen und einem militärischen Umgangston anfangen können. 
Für mein persönliches Unwort des zweiten Bandes "schrumpfhirnig" und den Cliffhanger gibt es einen Punkt Abzug.

4 von 5 Sternen



Hier geht's zur Rezension vom ersten Band: 

http://druckbuchstaben.blogspot.de/2012/09/earth-girl-die-prufung-janet-edwards.html



Kommentare:

  1. uuuuuhhh der zweite Band. Den hab ich nach dem Lesen vom ersten auch direkt auf meien WuLi gepackt ich hoffe doch das ich ihn nach deiner tollen Rezi auch bald lesen kann :)

    LG ♥

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    1. Das solltest du auf jeden fall tun! Jarra kann nicht länger warten :-P

      Lg
      Anja

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  2. Klingt ja ganz gut :) Aber ich muss erst mal den ersten Band lesen, der auf meinem SuB schon sehnsüchtig wartet ;)

    lg, Steffi

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