Zum Inhalt:
"Die Welt ist eine Scheibe. Beweis: Manche fallen runter, ein ständiges Stürzen und Aufschlagen. Die meisten merken es bloß nicht."
Wiebke sitzt auf einem Baum und rechnet ab: mit ihren dumpfen Verwandten, Geestbauern auf dem flachen Land. Mit den Strassers, der hippen Kleinfamilie aus der großen Stadt. Mit all den Hinterwäldlern, die unter Wiebkes Buche das Feuer zu löschen versuchen, das die Sechzehnjährige gerade gelegt hat.
Mein Senf zum Buch:
Am Anfang hatte ich keinen guten Eindruck von Wiebke. Gut, sie lebt auf dem Land und ist auch dort aufgewachsen. Ihre Eltern haben einen Hof und dort gibt es viel zu tun. Dass die Kinder da mitanpacken müssen ist fast selbstverständlich. Mir ist klar, dass das für einen Teenie ziemlich nervig sein kann, weil man viele andere Dinge im Kopf hat. Ich dachte zuerst sie stellt sich ziemlich an. Kleine Drama-Queen. Wie sie das tut ist allerdings sehr unterhaltsam!
Aber schnell wird klar, dass es da noch ganz andere Vorfälle und Probleme gibt, die einen Einfluss auf ihr Verhalten und ihre Einstellung haben.
Der Verlust eines Menschen, das Leben mit Schuld und wie sich Menschen dadurch verändern. Das Gefühl unverstanden zu sein und unterschätzt zu werden. Die Gefühle für einen älteren Mann. Das auseinanderleben mit der besten Freundin.
Das Feuer, welches Wiebke legt, ist wie ein Hilferuf und Befreiungsakt zugleich.
Der Schreibstil der Autorin hat mich von Beginn an total gefesselt. Er ist stellenweise wunderschön poetisch.
Fazit:
Klettert zu Wiebke auf den Baum und lasst euch ihre Geschichte erzählen! Es lohnt sich!
5 von 5 Sternen
Deine Rezi hat mich richtig begeistert und ich würde das Buch gerne lesen. Einzig der Preis für die doch relativ geringe Seitenanzahl schreckt mich da ein wenig ab...
AntwortenLöschenLg kathi
Ich habe es schon hier liegen und hoffe, nach deinem Bericht, es auch bald lesen zu können :-) LG
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