Ein todsicherer Job von Christopher Moore

Anja Druckbuchstaben | 10 Juni 2013 |
Zum Inhalt:
Charlie Ashers Welt ist perfekt, bis seine Frau Rachel bei der Geburt ihres ersten Kindes stirbt. Über Nacht ist Charlie nicht nur Vater, sondern auch Witwer. Und darüber scheint er den Verstand zu verlieren – anders kann er sich das Wesen in Minzgrün nicht erklären, das ihm immer wieder erscheint. Dann fallen auch noch wildfremde Menschen tot vor ihm um, und es stellt sich heraus, dass Charlie von ganz oben eine neue Aufgabe zugewiesen bekommen hat: Seelen einzufangen und sicher ins Jenseits zu befördern. Ein todsicherer Job, aber trotzdem sieht Charlie nicht ein, warum ausgerechnet er ihn erledigen soll. Trotzig fordert er den Tod heraus...

Mein Senf zum Buch:
Was mir besonders an dem Buch gefällt, ist dass die Geschichte absolut einzigartig ist, mir fällt nichts vergleichbares ein. Christopher Moore hat nichts abgekupfert, es kommt im Buch nichts vor, bei dem man das Gefühl hat, es schonmal gelesen zu haben. Ganz oft ist es doch bei Büchern so, dass man während man sie liest, im Kopf automatisch Vergleiche anstellt, auch wenn man das nicht unbedingt möchte. 

Den Hauptprotagonisten Charlie Asher würde ich als liebenswerten Blödmann bezeichnen (er selbst würde wohl Betamännchen bevorzugen) Ich behaupte mal, man muss ihn einfach gern haben =). Charlie ist nicht allwissend und sicherlich alles andere als ein typischer Superheld und das bleibt auch so, trotz seiner neuen Aufgabe als Totenbote. Die Geschichte läuft nicht immer glatt, er macht jede Menge Fehler aber das macht ihn nur noch sympathischer.
Dieser Sympathie-Bonus trifft auch viele andere Charaktere zu wie zum Beispiel seine kleine Tochter Sophie, die es faustdick hinter den Ohren hat, die Haushälterinnen, seine lesbische Schwester Jane und seine Angestellten Ray und Lilly oder Minty Fresh ^^.
Den Vogel abgeschossen haben die beiden Höllenhunde Mohammed und Alvin, die Sophies ständige Begleiter sind. Die beiden habe ich richtig lieb gewonnen.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass das Ende mit Showdown und die Auflösung auf den letzten paar Seiten recht schnell abgewickelt wird. Ein bisschen zu schnell im Vergleich dazu, dass sich das Buch im Mittelteil ein klein bisschen zieht. Aber das ist eben Ansichtssache.

Den Schreibstil, den Humor und die Ausdrucksweise von Moore muss man einfach mögen um das Buch gut zu finden. Wer  auf Sarkasmus steht, etwas mit tiefschwarzem Humor anfangen kann und nichts dagegen hat, wenn mal das ein oder andere sexistische oder anderweitig derbe Wort fällt, der kann diesen Roman auf jeden Fall in vollen Zügen genießen.

Fazit:
Gebt den Betamännchen diese Welt eine Chance und schlagt das Buch auf, ihr werdet überascht sein. Das gilt besonders für die Mädels =)

4 von 5 Sternen


 


Kommentare:

  1. :D das Buch klingt ultra süß. Ich für meinen Teil werde es lesen :)

    Liebst, Lotta

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    1. Das solltest du auf jeden Fall tun =). Ich würde es dir ja kurz mal rüberschicken, aber es gehört mir leider nicht :-P

      LG
      Anja

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  2. Ich hab auch schon viel von dem Buch gehört und von Christopher Moore liegen bereits zwei, drei ganz oben auf dem SuB. Ich werd aber wahrscheinlich erst einmal mit Der kleine Dämonenberater anfangen.


    Lg
    Red-Sydney

    PS: Ich hab dir übrigens nen Award verliehen! http://worldwidebookz.blogspot.de/2013/06/the-lovely-book-award.html

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    1. Ich hatte vorher von dem Buch gar nichts gehört. Hab es von einem Freund vor längerer Zeit geliehen bekommen und kam jetzt endlich mal dazu es zu lesen. Ich werde jetzt aber mal Ausschau nach weiteren Büchern vom Autor halten =) Danke für den Award!

      LG
      Anja

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