Die Insassen von Katharina Münk

Anja Druckbuchstaben | 26 August 2013 |
Zum Inhalt:
Vier Insassen der Nervenklinik St. Ägidius bringen ihre Anstalt zunächst auf Kurs und anschließend an die Börse. Schließlich sind sie vom Fach, handelt es sich doch um drei ehemalige Topmanager und eine Chefsekretärin. Ohnehin ist Exfinanzvorstand Dr. Wilhelm Löhring überzeugt, die Klinik sei seine eigene Firma. Sofort will er sein Unternehmen mithilfe der drei Insider flottmachen. Da im Zeitalter der anonymen digitalen Kommunikation und mit einer entsprechenden Reputation in der Wirtschafts-Community alles möglich ist, gerät der Börsengang zu einem vollen Erfolg. Zunächst Jedenfalls.

Mein Senf zum Buch:
Der große Treiber (normale Irre) in dieser Geschichte ist Herr Löhring vom Cheftyp: Aggressiver Besserwisser. Unweigerlich beginnt man Vergleiche zur Chefetage der eigenen Firma zu ziehen und es werden einige Parallelen deutlich ^^. 
Wirklich unglaublich, was dieser Typ in Bewegung setzt und mit Hilfe seiner Mit-Insassen auf die Beine stellt. Es gelingt ihm sogar Kontakt nach außen, zu einem befreundeten Banker aufzunehmen. Die wirkliche Kür vollbringt allerdings, die ebenfalls insässige, ehemalige Chefsekretärin. Ich habe es ja schon immer gewusst, die Sekretärinnen dieser Welt halten die Zügel in der Hand.

Bis zum anvisierten Börsengang bietet sich eine witzige Story, die mich gut unterhalten hat.  Was ich vom Ende halten soll, weiß ich nicht so genau. Es bleibt die Erkenntnis: Wir leben in einer echt durchgeknallten Welt! Und: Persönliche Beziehungen können Dinge bewegen, die fernab von Sinn und Verstand sind.

Fazit:
Wirtschaft und Nervenklinik liegen näher beieinander als man denkt. Grandioses Schauspiel mit gebeutelten Top-Managern in den Hauptrollen.

4 von 5 Sternen





Kommentare:

  1. ^^ Trotz deiner eigentlich ziemlich überzeugenden Rezension, muss ich wohl sagen, dass dieses Buch wohl eher nichts für mich ist. Ich mag so Börsen und Aktien Krams gar nicht..

    Aber der Titel ist sehr witzig !

    Liebst, Lotta

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    1. Ich vermute, dass der Börsenkram eher nicht so detailliert beschrieben wird und man da gar nicht so viel über Aktien und Börse lesen wird. Zumindest erwarte ich das bei einem heiteren Buch.

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  2. Das Buch hatte ich auch schon ins Auge gefasst, hört sich witzig an. Ich habe schon Bücher gelesen, die in Psychokliniken spielten, aber eher ernste Bücher (1:0 für die Idioten, 8 Wochen verrückt). Ich glaube, dieses Buch würde mir Spaß machen. Und mit dem Ende: Die beiden erwähnten Bücher hatten auch kein zufriedenstellendes Ende für mich. Vielleicht kriegt man einfach nicht mehr die Kurve nach eine längeren Aufenthalt in der Psychoklinik. Also so literarisch gesehen, meine ich. ;-) Kommt jedenfalls auf meine Wunschliste!

    LG, Bianca

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  3. Mit Witz und Humor geschrieben und man Fragt sich am Ende, wer eigentlich die Verrückten sind.

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