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Serverland von Josefine Rieks

Anja Druckbuchstaben | 18 Mai 2018 | 4 Kommentare
Erschienen am 19. Februar 2018 | 176 Seiten | 18,00 €
Josefine Rieks | Hanser


Klappentext

Das Internet ist seit Jahrzehnten abgeschaltet, die Statussymbole von früher sind nur noch Elektroschrott. Reiner, Mitte zwanzig, sammelt Laptops aus dieser lange vergangenen Zeit und wird zum Begründer einer Jugendbewegung, die verklärt, was es früher wohl einmal gab – die Freiheit einer Gesellschaft, die alles miteinander teilt. Mit Hilfe einer Autobatterie gelingt es, eine Verbindung zu lange stillgelegten Servern herzustellen. Die Jugendlichen sehen, was seit Jahrzehnten keiner mehr gesehen hat: das Internet. Mit einem sezierenden Blick auf unsere Gegenwart hat Josefine Rieks einen rasanten wie klugen Roman geschrieben. Ein Debüt, das man mit weit aufgerissenen Augen liest. (Quelle: Hanser)

Glück ist eine Gleichung mit 7 von Holly Goldberg Sloan

Anja Druckbuchstaben | 03 September 2015 | 2 Kommentare

Erschienen am 27.07.2015 | ab 12 Jahren | 304 Seiten | Hanser Verlag | 16,90 Euro (gebundene Ausgabe)

Zum Inhalt:
Willow ist ein Energiebündel, denkt immer positiv und interessiert sich für alles: Sie studiert das Verhalten von Fledermäusen, züchtet Zitrusfrüchte im Garten und begeistert sich für die Schönheit der Zahl 7. Ihr größter Wunsch ist es, gleichaltrige Freunde zu finden. Dafür lernt sie sogar Vietnamesisch. Doch dann verunglücken ihre Adoptiveltern bei einem Autounfall. Es ist wie ein Wunder, wie Willow mit ihrer Art zu denken – ihrer Hochbegabung – und ihrem ungebrochenen Charme ihre Welt zusammenhält. Dabei verändert sie das Leben aller, die sie trifft, und jeder Einzelne entdeckt, welche Kräfte in ihm stecken.  (Quelle: Hanser)

Mein Senf zum Buch:
Der Schreibstil ist ungewöhnlich und spiegelt damit genau das Wesen der 12 jährigen Willow wider. Sowohl der Stil, als auch die Protagonistin haben mir auf Anhieb gefallen. Ich könnte Stunden damit verbringen ihren Gedankengängen und Schlussfolgerungen zu lauschen.

"Meine Erfahrung ist, dass je älter man wird, desto mehr mag man das Wort 'bequem'. Das ist der Grund, warum die meisten älteren Menschen Hosen mit Gummizügen tragen. Wenn sie überhaupt Hosen tragen. Das könnte erklären, warum Großeltern so versessen darauf sind, ihren Enkeln Schlafanzüge und Bademäntel zu kaufen. (S. 31)

"Wäre ich die Sorte Mensch, die weint, bin ich sicher, dass ich es getan hätte, aber das ist nicht Teil meines Wesens. Ich weine fast nie. Stattdessen nickte ich bloß und starrte aus dem Fenster. Ich kann so in mir selbst verschwinden." (S. 31)

Was das Buch neben Willow noch ausmacht, sind eine Hand voll weiterer sonderbare Charaktere, die ihrerseits ihren Teil zu dieser merkwürdig wundervollen Geschichte beitragen.
Es geht darum, eine Trauer zu bewältigen, die so stark ist, dass sie einen komplett lahmlegt. Eine Trauer, die sämtliche Körperfunktionen auf ein Minumum reduziert. Wie Willow so schön sagt: Jeder Mensch ist anders und keiner davon passt in eine Schublade und deshalb muss sie ihren ganz eigenen Weg aus dieser Trauer finden. Zum Glück hat sie diese großartigen, seltsamen und eigenartigen Menschen um sich, die sie dabei unterstützen.

Neben diesem ernsten Thema, strotzt das Buch auch vor humorvollen Stellen, die oftmals durch Willows Schlussfolgerungen und Präzision ausgelöst werden. Ich könnte dazu wirklich tausend Stellen zitieren.


Fazit:
Willow Chance besitzt trotz all ihrer Probleme die Gabe, Menschen nachdenklich zu machen, tief zu berühren und besser sein lassen zu wollen als sie sind. Eine ganz wunderbare Geschichte.
Hat das Buch das gewissen etwas, das uns Leser im Herzen erreicht? Ganz klares Ja aus meiner Sicht! 
Das ist nun schon das zweite Buch aus dem Hanser Verlag, das mich komplett überzeugt hat, ich muss den Verlag wohl besser im Auge behalten =)




Vielen Dank an den Hanser Verlag und Lovelybooks für das Exemplar, das ich für eine Leserunde bekommen habe!

 


Eleanor & Park von Rainbow Rowell

Anja Druckbuchstaben | 16 Februar 2015 | 12 Kommentare



Zum Inhalt:
Sie sind beide Außenseiter, aber grundverschieden: Die pummelige Eleanor und der gut aussehende, aber zurückhaltende Park. Als er ihr im Schulbus den Platz neben sich frei macht, halten sie wenig voneinander. Park liest demonstrativ und Eleanor ist froh, ignoriert zu werden. In der Schule ist sie das Opfer übler Mobbing-Attacken und zu Hause hat sie mit vier Geschwistern und einem tyrannischen Stiefvater nur Ärger. Doch als sie beginnt, Parks Comics mitzulesen, entwickelt sich ein Dialog zwischen den beiden. Zögerlich tauschen sie Kassetten, Meinungen und Vorlieben aus. Dass sie sich ineinander verlieben, scheint unmöglich. Doch ihre Annäherung gehört zum Intensivsten, was man über die erste Liebe lesen kann. (Quelle: Hanser)

Mein Senf zum Buch:

Eleanor ist eine Außenseiterin, die durch ihr rotes Haar und ihre, nicht dem Ideal entsprechende Figur, überall auffällt. Und das, obwohl Eleanor sich am liebsten klein macht, zurückhält und im Hintergrund bleiben möchte. Sie lebt in furchtbaren Familienverhältnissen. Kein Kind oder Jugendlicher sollte das erleben müssen. Sie hat gar keine Chance ungezwungen, fröhlich und frei zu sein. All diese negativen Erfahrungen, die hauptsächlich aus den Familienverhältnissen resultieren, haben dazu geführt, dass Eleanor in ihrem Verhalten einfach sonderbar ist. Kinder haben es verdient, dass es jemanden in ihrem Leben gibt, der immer in ihrer Ecke steht. So jemanden hat Eleanor leider nicht. Bis sie eines Tages im Bus neben Park landet. Sie hat übrigens nicht nur guten Geschmack, sondern auch einen wahnsinnig guten Humor.

Park ist zwar kein Außenseiter, aber so richtig dazu gehört er auch nicht. Ganz einfach weil er es nicht will bzw. weil er keinerlei Anstrengungen in diese Richtung unternimmt. Man könnte sagen, er ist einfach akzeptiert so wie er ist. Er hat Zuhause ein sehr harmonisches Familienverhältnis, trotzdem hat er das Gefühl, dass ihn sein Vater gerne anders hätte. Er hat oft ein schlechtes Gewissen, wenn er sich blöd verhält und er denkt darüber nach, was Menschen in solchen Situationen von ihm halten würden, die ihm wichtig sind. Das gefällt mir sehr an Menschen. Das zeigt, dass sie ein gutes Herz haben.

Eleanor muss in diesem Buch immer wieder Zurückweisungen und Mobbing-Angriffe über sich ergehen lassen. Ich habe mit ihr gelitten und hätte gerne an ihrer Seite gestanden. 
Ich war mehrfach stinksauer auf ihre Mutter, weil ich es einfach nicht ausstehen kann, wenn Kinder in solchen Verhältnissen groß werden müssen. Niemand hat ein Leben in Unterdrückung und mit der Angst vor Gewaltausbrüchen verdient. Das Wohl der Kinder, sollte immer über den eigenen Bedürfnissen und Ängsten stehen. Dabei gibt es für mich keine Ausreden. Mütter, die das anders sehen, kann und will ich einfach nicht verstehen.

Die Beziehung zwischen Eleanor und Park fängt total unüblich an und entwickelt sich sehr bedächtig und sachte Stück für Stück weiter. Es wird hier nichts überstürzt und ausgelassen. Das hat mir richtig gut gefallen, weil es einfach authentisch rüber kam. Beide sind sehr unerfahren und wissen gar nicht wohin mit ihren Gefühlen. Dass der gesamte Rest der Welt nicht unbedingt auf ihrer Seite ist, ist wirklich keine große Hilfe.
Ich habe es einfach genossen an dieser Entwicklung teilzuhaben. Ich habe diese Wellenlänge gespürt, auf der sich beide befinden, ich hatte Angst um Eleanor und war gleichzeitig wütend auf sie, wenn sie sich mal wieder komisch verhalten hat. Auch wenn ich  mit der Entwicklung am Ende nicht ganz zufrieden war, so war sie doch nach längerem überlegen genauso authentisch wie Eleanor selbst
Außerdem gibt es ungefähr tausend Stellen im Buch, die ich gerne zitieren würde, weil mir die Sprache einfach gut gefallen hat.

Fazit:
Dieses Buch hat mich wütend gemacht, mich fassungslos sein lassen, mich traurig und froh zugleich gemacht. Mich erkennen lassen, dass es neben all dem Schlechten, auch so viel Gutes gibt. Und deutlich gemacht, dass man immer eine Wahl hat! Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung!






Eleanor & Park - Das will ich haben!

Anja Druckbuchstaben | 15 Januar 2015 | 21 Kommentare



Worum es geht:
Sie sind beide Außenseiter, aber grundverschieden: Die pummelige Eleanor und der gut aussehende, aber zurückhaltende Park. Als er ihr im Schulbus den Platz neben sich frei macht, halten sie wenig voneinander. Park liest demonstrativ und Eleanor ist froh, ignoriert zu werden. In der Schule ist sie das Opfer übler Mobbing-Attacken und zu Hause hat sie mit vier Geschwistern und einem tyrannischen Stiefvater nur Ärger. Doch als sie beginnt, Parks Comics mitzulesen, entwickelt sich ein Dialog zwischen den beiden. Zögerlich tauschen sie Kassetten, Meinungen und Vorlieben aus. Dass sie sich ineinander verlieben, scheint unmöglich. Doch ihre Annäherung gehört zum Intensivsten, was man über die erste Liebe lesen kann.

Quelle: Hanser


Ich bin ja nun wahrlich kein Fan von Schnulzen, außer natürlich, sie haben einen recht hohen Fantasy-Anteil ^^. Aber in diesem Fall, bin ich hin und weg. Die Leseprobe war einfach klasse und ich freue mich auf eine ungewöhnliche Geschichte. Ganz einfach, weil die Protagonisten alles andere als 0815 sind. Ich muss und werde dieses Buch lesen. Vielleicht habe ich ja Glück bei vorablesen, ansonsten werde ich es mir eben kaufen =).


Habt ihr schon von dem Buch gehört? Schaut euch doch mal die Leseprobe an.