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Condannato 1 - Begierde des Blutes von Sandra Henke & Kerstin Dirks

Anja Druckbuchstaben | 28 Januar 2015 | Kommentieren


Zum Inhalt:
Es fängt so harmlos an: Als Tamara nach Hause kommt, findet sie einen großen Umschlag in ihrem Briefkasten. Doch darin findet sich keine Rechnung oder Werbung, sondern das handgeschriebene Tagebuch einer Frau, die im 18. Jahrhundert lebte. Wer war diese geheimnisvolle Sophie Ashford – und wer hat ein Interesse daran, dass Tamara ihre Lebensgeschichte kennt? Die junge Frau beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen. So lernt sie den mysteriösen Dorian Everheard kennen. Ein Blick aus seinen Augen, und sie ist hingerissen; ein Wort von seinen Lippen, und sie will in seinen Armen liegen. Aber die ungezügelte Leidenschaft bringt Tamara in größte Gefahr, denn Dorian gehört der Condannato-Loge an – einem mächtigen Vampirbund

Mein Senf zum Buch:
Ich hatte einen ziemlich schlechten Start in das Buch. Die Geschichte schildert zu Beginn die Begegnug mit einem Vampir namens Jeremy, welche mich nicht so recht überzeugen konnte. Wozu sollte das gut sein? Schnell nochmal den Klappentext gelesen. Ist das das richtige Buch? Da war doch die Rede von einem Dorian!  Irgendwann hatte ich dann endlich kapiert, dass das Buch in der Vergangenheit beginnt. Das ist wohl der Grund, weswegen ich zu Beginn ein paar Probleme mit dem Schreibstil hatte.

Der Leser bekommt hier nämlich gleich zwei Geschichten geboten. Die erste Geschichte spielt in der Vergangenheit und zeigt die Begegnungen von Jeremy und Sophie.
In der Gegenwart wandelt Tammy mit Hilfe eines Tagebuches auf deren Spuren und lernt dabei den charismatischen Dorian kennen.

Dorian ist ein Charakter, der auch bei mir sofort Punkten konnte. Er ist dreist, aufdringlich, unheimlich stark, dominant und einfach so eindrucksvoll, dass weder Tammy noch ich ihm widerstehen konnten. 
Seine Dreistigkeit kennt wahrlich keine Grenzen! Obwohl die Szenen sehr prickelnd sind, blieb mir zwischendurch vor Fassungslosigkeit der Mund offen stehen.
Tammy ist nicht auf den Kopf gefallen und kann auch mal verbal austeilen, aber bei Dorian stößt sie an ihre Grenzen.
Jeremy kam mir anfangs ziemlich weichgespült vor. Irgendwie hat er was von einem Kuschelvampir.
Sophie hat mich mit ihrer Naivität und Unüberlegtheit ziemlich genervt. Vielleicht liegt es auch daran, dass sich die Frauen früher anders verhalten haben. Ich meine, die Frau ist 18 und spricht von ihrem kindlichen Herz. Hallo? ^^

Die Condannato-Loge ist ein vampirischer Geheimbund. Man erfährt nur grob, um was es dabei geht und was deren Ziele sind. Es bleibt alles sehr mysteriös. Obwohl ich die Szenen zwischen den Protagonisten sehr genossen habe, sehne ich mich auch ein bisschen nach mehr Infos zu den Hintergründen dieser Organisation.

Fazit:
Hatte ich am Anfang noch so meine Probleme mit dem Schreibstil, so ging das spätestens von da an bergauf, als die Erzählung in die Gegenwart wechselte.  Als dann Dorian auf der Bildfläche erschien, war ich wirklich gefesselt.
Man sollte sich bewusst sein, dass es hier einige heiße Szenen im Buch gibt. Wer schon vorher Bücher von Sandra Henke gelesen hat, der weiß wovon ich spreche =).
Das Autorinnengespann liefert eine erotische Story mit Substanz. Prickelnde Szenen, charismatische und dreiste Vampire. Für Freunde des Genres auf jeden Fall empfehlenswert.






Vielen Dank an Blogg dein Buch und dotbooks für das Rezensionsexemplar! Es gibt übrigens bei Blogg dein Buch noch eine Aktion zu dem Buch, also bewerbt euch doch einfach für ein Exemplar!

Unverschlüsselt von Albrecht Mangler

Anja Druckbuchstaben | 28 Dezember 2014 | 7 Kommentare


Zum Inhalt:
München, 2052: Das Wetter ist gut, das Leben entspannt. Im internationalen Netzwerk TUBE läuft rund um die Uhr die beste Unterhaltung. Und sollte doch mal so etwas wie ein Problem auftreten, gibt es dafür stets die richtige App. Vigo und seine Freunde träumen davon, in der schönen neuen Welt reich und berühmt zu werden – mit einem Dokumentarfilm über die 2010er Jahre, jene längst vergessene, verrückte Zeit, als sich die Menschen noch Gedanken um belangloses Zeug wie Datenschutz und totale Überwachung machten. Bei ihren Recherchen stoßen sie auf einen Keller voller Relikte aus der damaligen Zeit. Und die sind inzwischen allerfeinste Schwarzmarktware …

Mein Senf zum Buch:
Nach einer sehr knappen Einführung in die Gewohnheiten und Möglichkeiten im Jahre 2052, schaut der Autor in unserer Zeit der 2010er zurück und bringt dort alles zur Sprache, was bei uns gerade Thema ist: Europa im Wandel, technischer Fortschritt, NSA, soziale Netzwerke.
Zusammen mit den Protagonisten der Geschichte geht es auf eine Zeitreise in unsere Zeit. Durch geschickte Vergleiche erfährt man wie das Leben in der Zukunft aussehen wird. 
Ein Schock für alle Leseratten: Bücher gibt's nur noch auf dem Schwarzmarkt, dafür scheint es allerdings der sonntägliche Tatort bis ins Jahr 2052 zu schaffen, wer hätte das gedacht ^^.
Getreu dem Trend, der auch uns bestens bekannt ist, nämlich "Alles kommt irgendwann wieder in Mode", interessieren sich die Menschen in 2052 besonders dafür wie wir in den 2010er Jahren gelebt haben.
Die Protagonisten wittern ihre Chance und wollen eine mehrteilige Doku-Reihe über die Besonderheiten dieser Zeit drehen. Diese soll über alle ihnen zur Verfügung stehenden Kanäle an den Mann gebracht werden.
Zunächst ist das Projekt ein absoluter Erfolg, bis etwas unvorhergesehenes geschieht und sie einen typischen und selten doofen Etnschluss fassen. Auch dann noch laufen ihre skupellosen Machenschaften wirklich gut, bis es zu einer grandiosen Wendung kommt. Ich war total begeistert und schadenfroh.

"In der transparenten Welt war derjenige auffällig, der keine kontinuierliche Datenspur hinter sich herzog. Wer unsichtbar sein wollte, musste Mainstream sein. Ein Datenleben unter vielen individuellen Daten von Individuen, die eine Daten-Milchstraße ergaben und aussagten: Wir sind alle besonders." (S. 64)

Fazit:
Erschreckend, dass der Autor wenig fantasiert. Alles was er schildert, ist entweder heute schon möglich und wenn nicht, dann auf jeden Fall denkbar in ein paar Jahren.
Man sieht unserer Welt und den Stand der Dinge aus einem ganz anderen Blickwinkel. Viele unserer heutigen Sorgen werden entkräftet, andere wiederum werden wahr. Die technische Entwicklung ist nicht aufzuhalten. 
Beruhigend und erschreckend zugleich ist, dass wir Menschen uns kein bisschen ändern werden. Unsere Habgier, das Streben nach Macht und Reichtum. Das alles werden wir nie ablegen.
Ein Hoch auf die Transparenz im Netz und die Naivität der gläsernen User.






Vielen Dank an dotbooks und Blogg dein Buch! Ihr könnt das E-Book hier kaufen.