Wellness Rebel - Diätbullshit erkennen und Essen wieder lieben lernen von Pixie Turner

Anja Druckbuchstaben | 20 Mai 2020 |


Erschienen am 30.04.2020 | 304 Seiten | 22,00
Pixie Turner | Bastei Lübbe


Infos zum Inhalt

Selbst ernannte Gesundheitsexperten predigen auf allen Kanälen ihre vermeintlich heilsbringenden Lehren von Detox, Low Carb und Co. Die Ernährungswissenschaftlerin Pixie Turner hat sie wissenschaftlich untersucht und rebelliert gegen die Diät-Apostel. Sie will wieder Lust auf Essen machen mit Gerichten, die keinem Trend folgen, sondern einfach verdammt lecker schmecken. Ob ein leichter Linsen-Feigen-Salat, Kürbislasagne, die wirklich satt macht, oder Birnentarte mit Salzkaramell – Pixies Rezepte sind gesundheitsbewusst, doch ideologiefrei. Köstliche KIassiker, exotische Gemüsekombinationen und herrliche Kuchen für Genuss ohne schlechtes Gewissen. (Quelle: Bastei Lübbe)

Senf
 
"Der Anti-Gluten-Trend ist ein klassisches Beispiel dafür, wie elitär die Gesundheitsindustrie ist: Je teurer etwas ist, desto begehrenswerter wirkt es, da es soziale Unterschiede deutlich macht und zeigt, dass man es sich leisten kann, wahlweise das kostspieligere Produkt zu kaufen." (S. 53)

Zunächst ist es der Autorin wichtig, klarzustellen, was ihr Buch alles nicht ist. Sie will kein weiteres hippes Lifestyle-Buch liefern, sondern mit Fakten und Wissenschaft überzeugen. Zur Untermauerung ihrer Kompetenz, liefert sie direkt ihre eigenen Referenzen mit.
Außerdem schildert sie ihren Werdegang in Bezug auf ihre Ernährung. Sie beschreibt, welchen Mythen sie selbst zum Opfer fiel und wie sie heute darüber denkt. Besonders mit der Aussage, dass einzelne Diäten auf Dauer nichts bringen, stimme ich zu. Mich nerven außerdem ebenfalls die erhobenen Zeigefinger: Du darfst das, dies und jenes nicht essen. Bei jedem neu auftauchenden Ansatz, soll ich auf etwas verzichten, was ich sehr mag. Nö, darauf habe ich keine Lust.

Pixie Turner macht mit ihren Lesern einen Ausflug in die Chemie zu Fetten, Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Mineralien und Vitaminen. Diesen Abschnitt fand ich sehr informativ aber auch anstrengend. Chemie hat mir nie gelegen, daher fallen mir solche Konstrukte nicht leicht.
Die weiteren Kapitel handeln von je einem Ernährungsmythos, den die Autorin wissenschaftlich analysiert, z. B. Gluten, Detox, Fette, Superfood, Basen, und Rohkost.
Zu jedem Thema gibt es im Nachgang eine Vielzahl von Rezepten, die jeweils mit einem persönlichen Kommentar versehen sind. Besonders toll ist, dass es zu jedem Rezept ein ansprechendes Bild gibt.  Das finde ich bei Rezepten sehr wichtig. Ich habe dabei viele bekannte und auch neue Lebensmittel entdeckt. Einige Gerichte werde ich nun direkt mal nachkochen.




Fazit

Die Autorin hat mich dahingehend sensibilisiert, dass ich nicht blind auf Diät- oder Ernährungstipps eingehen sollte. Man sollte sich vorher eingehend mit dem Thema beschäftigen und für sich selbst entscheiden. Kein Lebensmittel ist automatisch böse, es sei denn, man hat eine nachgewiesen Allergie. Die stark wissenschaftlich und chemisch geprägten Abschnitte haben mir zu schaffen gemacht, aber die tollen Rezepte haben mich wiederum entschädigt.




(4 von 5 Punkten)



Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an Bastei Lübbe!




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