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Allein unter Superhelden von Heiko Wolz

Anja Druckbuchstaben | 13 März 2013 | Kommentieren

Klappentext:
Leon ist der Einzige in seiner Familie, der keine Superkräfte besitzt. Das kann einfach nicht sein – finden seine berühmten Eltern und stecken ihn in die neue Superhelden-Schule von Dr. Schröder. Der aber hat ganz andere Pläne. Und plötzlich muss Leon nicht nur sich, sondern die ganze Welt der Superhelden retten.

Mein Senf zum Buch:
Was mir richtig gut gefallen hat, ist die selbstironische und sarkastische Erzählweise des Protagonisten Leon, die sich durch das gesamt Buch zieht. Allerdings habe ich mich zwischendurch oft gefragt, ob 9 jährige das wirklich immer kapieren, das kann ich mir nicht so recht vorstellen. Das empfohlene Lesealter ist mit 9 bis 11 Jahren angegeben.
Einige Handlungen im Buch kamen mir nicht plausibel vor, der Leser wird über Schlussfolgerungen nicht aufgeklärt und sie werden auch sonst in keiner Weise untermauert. 
Das Buch wartet nicht wirklich mit komplett neuen Ideen auf, sondern kombiniert lediglich schon gelesenes oder gesehenes. 
Das Thema an sich finde ich wirklich passend für Kinder, nämlich dass anders sein nicht so schlimm ist wie es scheint und dass man sich auf seine eigenen Stärken konzentrieren sollte. In dieser Hinsicht bietet das Buch ein paar gute Ansätze.

Fazit:
Superhelden, Superschurken, nervige Schwestern, Eltern die nicht richtig hinschauen und ein Junge, der auf den ersten Blick nicht in sein Umfeld passt, weil er anders ist. Keine Überraschung, aber doch eine ganz nette Geschichte.

3 von 5 Sternen



Dummer Schnuffi von Adam Stower

Anja Druckbuchstaben | 10 März 2013 | Kommentieren
Zum Inhalt:
Die kleine Lily hat sich schon immer einen Hund gewünscht. Als plötzlich, der aus dem Zoo entlaufene Bär in ihrem Garten auftaucht, ist sie vor Freude nicht zu bremsen. Sie hält den Bären für einen Hund, wickelt ihm ihren Schal um den Hals, nennt ihn Schnuffi und nimm ihn von nun an überall mit hin. Lily fällt auf, dass ihr Schnuffi für einen Hund ziemlich dumm ist, er frisst kein Hundefutter und reagiert auf keine Kommandos, aber das macht Lily nichts aus. Als ihre Mutter sie schließlich darauf hinweist, dass Schnuffi in seinem Zuhause sicher schon vermisst wird, schreibt Lily einen Steckbrief und hängt ihn an einen Baum. Zu Lilys Enttäuschung, meldet sich der Zoo und Schnuffi wird abgeholt.

Cover und Aufmachung:
Der Schutzumschlag aus Papier, in den das Buch eingewickelt ist, ist nichts für Kleinkinder, den haben wir gleich entfernt. Zum Glück sieht das Buch unter dem Schutzumschlag ganz genauso aus. "Dummer Schnuffi" beinhaltet sehr viele schöne Illustrationen. Das Text-Bild-Verhältnis ist für Vorleser und Zuhörer sehr angenehm. Man liest sich also nicht den Mund fusselig wie man so schön sagt. Auch sehr kleine Kinder können ohne Probleme bis zum Ende zuhören.

Mein Senf zum Buch:
Ich habe das Buch zusammen mit meiner kleinen Tochter (4,5 Jahre) gelesen. Sie hat Schnuffi schon auf dem Titelbild als Bär enttarnt, das hätte ich nicht erwartet. 
Mir persönlich hat der Steckbrief, den Lily geschrieben hat, sehr gut gefallen. Der war richtig süß und Lily hat Recht, für einen Hund ist Schnuffi ziemlich dumm und brummig.
An der Stelle, als der Zoowärter bei Lily klingelt und Lily anschließend traurig im Bett liegt, hat meiner Ansicht nach ein Zwischenschritt gefehlt. Und zwar eine Erläuterung, dass Schnuffi jetzt wieder mit zurück in den Zoo genommen wird und warum. Das bedarf somit eine Erklärung durch den Vorleser.
Meine Tochter hat Probleme damit gehabt, das Ende zu verstehen. Für sie war das Ende nicht eindeutig genug, so dass sie mich mehrfach aufgefordert hat weiter zu lesen, da sie annahm, die Geschichte geht mit Miezi weiter.
Was mich verblüfft hat, war dass sie die Befehle, die Lily Schnuffi gibt, sofort als Hundekommandos identifiziert hat. Wir haben selbst keinen Hund und kennen nur wenige Hundebesitzer.
Beim Vorlesen ist aufgefallen, dass die kleinen Sprechblasen, die in den Illustrationen auftauchen, den Lesefluss leider etwas eingeschränkt haben. Meine Tochter hat das offensichtlich nicht gestört, denn ich musste das Buch gleich zweimal hintereinander vorlesen. Das ist ein gutes Zeichen. Wäre sie nicht schon so müde gewesen, wäre ich um ein drittes Mal sicher nicht drumrum gekommen.


Fazit:
Witzige Idee über eine tierische Verwechslung mit tollen Illustrationen. Trotz kleinerer Kritikpunkte, kommt das Buch bei der Zielgruppe ( ab drei Jahren) gut an. 

4 von 5 Sternen



Vielen Dank an Blogg dein Buch und den Langenscheidt-Verlag für das Rezensionsexemplar! Das neue Pingpong-Format ist wirklich toll! Hier kann man das Buch kaufen.

Monster Mia von A. B. Saddlewick

Anja Druckbuchstaben | 18 Februar 2013 | 4 Kommentare


Klappentext:

„Hi, ich bin Mia. Mia Münster. Auf meiner alten Schule nannten mich alle immer Monster Mia. Versteh ich gar nicht. Nur weil ich Maden interessant finde und keine flauschigen Häschen und Bärchen. Weil Quentin, meine Ratte, im Unterricht abgehauen ist, gehe ich seit Kurzem auf die Finsterwald-Schule. Und was soll ich sagen? Es ist klasse dort, denn die Finsterwald-Schule und meine neuen Freunde sind einfach monströs…“



Mein Senf zum Buch:

Mia ist ein ganz normales Mädchen, aufgeschlossen, freundlich, liebenswert, und doch ist sie so anders als alle anderen. Sie hat Interessen, die nicht der Norm entsprechen und das ist auch gut so. Was nicht gut ist, ist, dass man eben aneckt, wenn man die Frechheit besitzt anders zu sein. Aber auch das ist für Mia kein Problem und am Ende findet man immer dort neue Freunde, wo man es am wenigsten erwartet hat.



Mia hat mir von Beginn an gut gefallen, sie ist einfach monströs. Eine tolle Geschichte, vor allem für Mädchen. Der kleine versteckte Seitenhieb auf Twilight ist mir übrigens nicht entgangen =). Ganz wundervoll sind die Zeichnungen einzelner Charaktere zu Beginn und zum Ende des Buches, dadurch kann man sie sich noch besser vorstellen.



Fazit:

Süßes Kinderbuch mit tollen Charakteren, das Potenzial für eine lange lange lange Reihe besitzt.

5 von 5 Sternen 


Pink Pirates und der Prinzenkuchen von Sylvia Englert

Anja Druckbuchstaben | 07 Februar 2013 | 4 Kommentare



Zum Inhalt:
Drei pinke Piratinnen (Lila, Lolla und Lulu) machen mit ihrem Schiff „Pink Pearl“ die Weltmeere sicher.


Mein Senf zum Buch:
Wir haben das Buch erst seit einem Tag und ich kenne es schon beinahe auswendig, ich musste es am ersten Abend nämlich gleich dreimal hintereinander vorlesen. Das ist ein sehr gutes Zeichen, denn wir hatten durchaus schon Kinderbücher, die ich einmal vorgelesen habe und dann nie wieder. Meine Tochter (4,5 Jahre) hat da ihren ganz eigenen Geschmack.
Besonders gut haben ihr die Vorstellung der drei Piratinnen und des Schiffes gefallen, das musste ich immer wieder vorlesen und wir haben zwischendurch auch des Öfteren zurück geblättert, damit sie nochmal nachschauen konnte, um die Charaktere einzuordnen. Sie hatte zu Beginn Schwierigkeiten „Pink Pirates“ auszusprechen, aber nach ein bisschen Üben, hat das tadellos geklappt. „Pink Pearl“ ging ihr da schon leichter über den Lippen.
Was uns beiden ganz besonders gut gefallen hat, waren die wundervollen Illustrationen im Buch. Hier steckt sehr viel Arbeit und Mühe drin und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.
Das Buch versucht einen Spagat zwischen den eher jungentypischen Themen Abenteuer und Piraten und den mädchentypischen Themen Backen, Hübsch aussehen und lieb sein. Allgemein muss ich sagen, dass mich diese ganzen Gender-mäßigen Differenzierungen total nerven. Ein Mädchen muss nicht immer in pink rumlaufen und Jungs sollten nicht nur mit Lego spielen. Ich habe aber auch gelernt, dass besonders Kinder im Kindergartenalter, sich über solche Dinge identifizieren lernen. Also versuche ich meiner Tochter ein gesundes Mittelmaß zu vermitteln.
Zurück zum Spagat: Die Verknüpfung dieser jungen- und mädchentypischen Themen gelingt der Autorin ganz gut, obwohl ich innerlich, bei der Stelle mit dem Heiratsantrag, die Augen verdreht habe. Das war dann doch etwas zu viel des Guten und meiner Ansicht nach total überflüssig und unverständlich für 4 jährige. Die Grundidee der pinken Piratinnen, die Abenteuer auf hoher See erleben, eine ausgeprägte weibliche Seite haben und anderen lieber helfen, als ihnen zu schaden, hat mir sehr gut gefallen.
Die Stelle, an der sich Prinz Divo bei seiner Mannschaft entschuldigt, habe ich gleich mal als Untermauerung meiner mütterlichen Argumentation genutzt =). Das Thema „sich bei jemandem entschuldigen“ steht bei uns nämlich gerade hoch im Kurs.

Fazit:
Zusammenfassend würde ich sagen: Sehr gute Idee, sehr gute Aufmachung, aber die Story an sich bietet noch Luft nach oben. 

4 von 5 Sternen