Born Scared von Kevin Brooks

Anja Druckbuchstaben | 08 Januar 2018 |
Erschienen am 13.10.2017 | 240 Seiten | 14,95 € 
 Kevin Brooks | dtv


Klappentext

Elliot hat Angst – vor allem im Leben. Das Einzige, was seine Angst in Schach hält, sind seine Medikamente. Und dann, eines Morgens, sind sie aufgebraucht und alles geht schief: Die ganze Stadt wird von einem Schneesturm lahmgelegt, und Elliots Mutter, die nur kurz zu ihrer Schwester wollte, kommt und kommt nicht wieder. Nicht weit entfernt, wird Elliots Tante Opfer eines Raubüberfalls, und als Elliots Mutter an der Haustür auftaucht, wird auch sie von den Tätern gefesselt und geknebelt. Als seine Mutter nicht auftaucht, bleibt ihm nichts anderes übrig: Er muss nach draußen, in den Schneesturm, um seine Mutter zu suchen. Und gerät selbst in die Fänge der Gangster (Quelle: dtv)


Senf

"Rot bedeutet Blut (und Weihnachtsmänner), Schwarz ist der Tod, Blau ist die tiefe See, in der alles versinkt." (S. 6)

Der Titel "Born Scared" ist in diesem Buch tatsächlich Programm. Elliot leidet unter so starken Angstzuständen, dass er wie gelähmt ist und lieber tot wäre. Ein normales Leben scheint für ihn nicht möglich zu sein, denn es gibt nichts, wovor er keine Angst hat.
Er behauptet sogar, diese Angst schon im Mutterleib gespürt zu haben. Er wusste schon damals, dass etwas mit ihm nicht stimmt. Tabletten helfen ihm dabei, den größten Teil des Horrors von ihm fernzuhalten und trotzdem verbringt er sein gesamtes Leben in seinem Zimmer.
Doch eines Tages geschieht etwas, das ihn dazu zwingt, sein sicheres Nest zu verlassen.

Das Buch ist aus immer wechselnden Perspektiven geschrieben, mit jeweils angenehm kurzen Kapiteln. Zum einen begleitete ich Elliot und hatte somit direkten Zugang zu seinen undurchdringlichen Gedanken. Zum anderen gibt es zwei Nebenschauplätze: Eine Verfolgungsjagd und eine Entführung/ Geiselnahme.

Die Art wie der Autor einen immer wieder die Perspektive wechseln lässt und somit einen intensiven Einblick in die jeweilige Situation gibt, hat mir gut gefallen.
Die Begegnungen, die Elliot macht, kamen mir zum Teil sehr weit hergeholt vor. Ich fand den Verlauf stellenweise absurd und daher konnte mich die Geschichte auch nicht durchweg begeistern.
Was ich dem Buch zugestehen muss, ist, dass es nicht langweilig wird. Durch Situations-. Perspektivwechsel und immer neue Begegnungen bleibt es spannend.


Fazit

In der Gedankenwelt von Elliot konnte ich mich nicht ganz so gut zurechtfinden. Die Handlung ist spannend, auch wenn einige Begegnungen und Ereignisse leicht absurd waren. Ein Plus gibt es für die knackig kurzen Kapitel.


(3 von 5 Punkten)



Vielen Dank für das Exemplar an dtv.

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