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Glaskinder von Kristina Ohlsson

Anja Druckbuchstaben | 15 Dezember 2014 | 5 Kommentare






Zum Inhalt:

Billie ist nicht begeistert von dem Umzug, den ihre Mutter ihr aufzwingt, schon gar nicht in ein heruntergekommenes Haus im Vorort, vollgestopft mit alten Möbeln ... Und bald merkt Billie, dass in dem Haus unerklärliche Dinge vor sich gehen: Bücher scheinen den Platz zu wechseln, Deckenlampen schwingen hin und her – und Billie erfährt, dass es in dem Haus immer wieder zu schrecklichen Unglücksfällen gekommen ist. Gemeinsam mit Aladdin, dem Nachbarsjungen, findet Billie heraus, dass das Haus einmal ein Kinderheim war, in dem die so genannten »Glaskinder« gelebt haben, Kinder mit besonders dünnen Knochen. Kinder, die noch immer als Geister dort umgehen könnten ... und keinen Eindringling dulden!


Mein Senf zum Buch:
Die Idee, dass eine neue Familie in ein verlassenes Haus zieht, in dem merkwürdige Dinge vor sich gehen, ist nicht wirklich neu. Diese Art von Geschichten gibt es häufig und sie wurden auch schon unzählige Male verfilmt.
Was mir am Buch gefällt, ist dass die Autorin diese Idee aufgegriffen und in eine Form gebracht hat, die für Kinder ab 11 Jahren zumutbar ist. Trotz sehr gruseliger und unheimlicher Passagen, hat die Umsetzung auch einen relativ hohen Abenteuer-Aspekt. Ich kann mir vorstellen, dass es Kindern und Jugendlichen in diesem Alter leicht fällt, sich mit der Protagonistin zu identifizieren.
Billie zieht in eine neue Stadt und muss sich nun erst einmal zurecht finden und neue Kontakte knüpfen. Auch das Erleiden eines persönlichen Verlustes und die Tatsache, dass einen Eltern oft nicht ernst nehmen und man sich unverstanden fühlt, passen genau in diese Altersklasse.

Insgesamt kommt im Verlauf der Geschichte durchaus Spannung auf und sie kam mir realitätsnaher vor als erwartet. Die Ereignisse werden sehr weichgespült dargestellt, was ebenfalls mit der Altersempfehlung zu tun hat. Die Charaktere haben wenig Tiefe, aber darauf liegt hier auch nicht der Fokus.
Das Ende klärt viele Fragen und doch bleibt es ein wenig misteriös. Das finde ich sehr gelungen.

Fazit:
Ich hatte erwartet, dass es mehr schaurige Szenen im Buch gibt und die Glaskinder, die schon aus dem Titel hervorgehen, in der Geschichte mehr Raum einnehmen. Man darf bei einer Bewertung allerdings nicht die Altersempfehlung aus dem Auge verlieren. Für Kinder ab 11 Jahren finde ich die Umsetzung wirklich gelungen.








Vielen Dank an Blogg dein Buch und cbt für das Rezensionsexemplar! Ihr könnt das Buch hier bestellen.