Linna singt - Bettina Belitz

Anja Druckbuchstaben | 31 Dezember 2013 | 2 Kommentare

Klappentext: 
Fünf Jahre. Fünf Freunde. Kein Wort.
Linnas Weg schien vorgezeichnet: Mit ihrer Band standen ihr alle Türen offen. Doch dann entschied sie sich scheinbar grundlos gegen eine Musikkarriere. Jetzt trifft Linna ihre Freunde von damals wieder und alles ist wie zuvor – bis die Brücke der Gegenwart nach und nach den Blick freigeben auf die Verletzungen der Vergangenheit.

Mein Senf zum Buch:
Die Geschichte ist komplett aus Linnas Sicht geschrieben und spielt fast ausschließlich auf einer eingeschneiten Hütte in den Bergen. Wenn ich Linna mit zwei Worten beschreiben müsste, würde ich sagen, sie ist KOMPLIZIERT EINFACH. Zu Beginn bin ich überhaupt nicht mit ihr klar gekommen, sie hat mich mir ihrer Art furchtbar genervt. Doch das hat nicht lang angedauert, manchmal hat sie mir einfach leidgetan und in vielen Momenten konnte ich mit ihr fühlen.
Die Geschehnisse auf der Hütte wirken stellenweise sehr künstlich konstruiert. Es gibt so viele Möglichkeiten der Erkenntnis und der Auflösung, die nicht genutzt werden, dass es mir manchmal unglaubwürdig vorkam.
Ab einem bestimmten Punkt ist das Ende ziemlich vorhersehbar. Richtig Spannung kommt erst ab Seite 400 auf. Von da an konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Trotz der Vorhersehbarkeit, hat mir das Ende gut gefallen. Linna schließt Frieden mit sich und ich mit ihr.

Fazit: 
Eine Protagonistin mit Ecken und Kanten wie im wahren Leben. Mein erstes Buch von Bettina Belitz, aber sicher nicht mein letztes.

4 von 5 Sternen




Shades of Grey (Geheimes Verlangen) von E. L. James

Anja Druckbuchstaben | 31 Dezember 2013 | 5 Kommentare



Zum Inhalt:
"Sie ist 21, Literaturstudentin und in der Liebe nicht allzu erfahren. Doch dann lernt Ana Steele den reichen und ebenso unverschämt selbstbewussten wie attraktiven Unternehmer Christian Grey bei einem Interview für ihre Uni-Zeitung kennen. Und möchte ihn eigentlich schnellstmöglich wieder vergessen, denn die Begegnung mit ihm hat sie zutiefst verwirrt. So sehr sie sich aber darum bemüht: Sie kommt von ihm nicht los. Christian führt Ana ein in eine dunkle, gefährliche Welt der Liebe – in eine Welt, vor der sie zurückschreckt und die sie doch mit unwiderstehlicher Kraft anzieht …"

Mein Senf zum Buch:
Dieses Buch gehört wohl momentan zu den meist gehypten und meist diskutierten. Da man mittlerweile selbst im Supermarkt oder Discounter um die Ecke, nicht mehr an dem Buch vorbei kommt, habe ich nun auch endlich zugeschlagen, um mir mein eigenes Urteil zu bilden. Ich bin ein Fan von den Twilight-Büchern und habe nach Abschluss des vierten Bandes auch die ein oder andere Fanfiction gelesen. Da gibt es wirklich ganz gute Sachen.
Shades of Grey ist ursprünglich eine dieser Fanfics und wenn man Twilight kennt und dieses Buch liest, muss ich zugeben, dass Parallelen zu den Charakteren nicht von der Hand zu weisen sind. Man erkennt nahezu jeden zweiten Charakter wieder und kann ihn problemlos zuordnen. 
Die Geschichte an sich lässt sich, trotz der vielen BDSM-Themen und vielen Sexszenen, locker flockig weglesen. Ich empfinde den Schreibstil der Autorin als angenehm. Ganz besonders gefallen haben mir die Email-Unterhaltungen von Ana und Christian. Die Ideen mit den angepassten Email-Signaturen von Christian und die Email-Betreffe fand ich gut und originell. Das lockert die Geschichte auf und die Seiten fliegen nur so dahin. Was mich nach dem dritten Mal wirklich genervt hat, war dieses "Premieren-Geschwafel". Wers gelesen hat, weiß wovon ich rede. Der Einblick in diese sexuelle Welt der "Qualen" fand ich befremdlich aber auch irgendwie aufregend.

Fazit:
Die Autorin hat mich gut unterhalten und ich werde auch den zweiten Teil lesen. Ich bin gespannt wie sich Ana und Christian entwickeln werden, habe da aber schon so eine Ahnung =)

4 von 5 Sternen 


Fucking Fulda

Anja Druckbuchstaben | 31 Dezember 2013 | 2 Kommentare


 

Zum Inhalt:
Was tun, wenn einen der Job zu längeren Zwischenaufenthalten an fremden Orten zwingt? Essen, schlafen, fernsehen? Das ist Nicole viel zu langweilig. Die hübsche Lokführerin hat an jedem Bahnhof einen Liebhaber und erfüllt sich jede ihrer heißesten Phantasien. Immer streng nach Dienstplan ist sie mal die fesselnde Domina, mal die geile Sexsklavin oder das unterwürfige Hausmädchen. Diese Frau weiß, was sie will und wer es ihr besorgen kann. Eine nicht ganz frei erfundene Tour de Sex durch deutsche Rangierbahnhöfe!

Mein Senf zum Buch:
Die Neugier hat mich dazu verleitet, dieses Buch zu lesen =).
Es ist im Prinzip eine Aneinanderreihung von Porno-Szenen (Dazu kann man wirklich nicht mehr Erotik sagen), zum Teil leicht verstörend wie ich finde. Alles was dazwischen geschrieben steht, interessiert einen eigentlich kaum, weil es nur inhaltslose Floskeln sind.
Die Sprache ist ziemlich derb, was sicherlich gewollt ist. Dagegen haben Bücher wie Shades of Grey ja richtig Stil.

Eins schafft das Buch auf jeden Fall, es provoziert. Ist aber stellenweise einfach geschmacklos, obwohl ich nicht zimperlich bin. Dass es im tagtäglichen Leben wirklich so einfach ist, jemanden rumzukriegen, um im Anschluss solche Szenen live zu erleben, daran habe ich nicht die geringsten Zweifel.

Fazit:
Für Leute mit voyeuristischen Zügen vielleicht ganz nett.

2 von 5 Sternen



Die Welt ist eine Scheibe von Alexandra Kuitkowski

Anja Druckbuchstaben | 31 Dezember 2013 | 2 Kommentare

Zum Inhalt:
"Die Welt ist eine Scheibe. Beweis: Manche fallen runter, ein ständiges Stürzen und Aufschlagen. Die meisten merken es bloß nicht."
Wiebke sitzt auf einem Baum und rechnet ab: mit ihren dumpfen Verwandten, Geestbauern auf dem flachen Land. Mit den Strassers, der hippen Kleinfamilie aus der großen Stadt. Mit all den Hinterwäldlern, die unter Wiebkes Buche das Feuer zu löschen versuchen, das die Sechzehnjährige gerade gelegt hat.

Mein Senf zum Buch:
Am Anfang hatte ich keinen guten Eindruck von Wiebke. Gut, sie lebt auf dem Land und ist auch dort aufgewachsen. Ihre Eltern haben einen Hof und dort gibt es viel zu tun. Dass die Kinder da mitanpacken müssen ist fast selbstverständlich. Mir ist klar, dass das für einen Teenie ziemlich nervig sein kann, weil man viele andere Dinge im Kopf hat. Ich dachte zuerst sie stellt sich ziemlich an. Kleine Drama-Queen. Wie sie das tut ist allerdings sehr unterhaltsam!
Aber schnell wird klar, dass  es da noch ganz andere Vorfälle und Probleme gibt, die einen Einfluss auf ihr Verhalten und ihre Einstellung haben.
Der Verlust eines Menschen, das Leben mit Schuld und wie sich Menschen dadurch verändern. Das Gefühl unverstanden zu sein und unterschätzt zu werden. Die Gefühle für einen älteren Mann. Das auseinanderleben mit der besten Freundin.
Das Feuer, welches Wiebke legt, ist wie ein Hilferuf und Befreiungsakt zugleich.

Der Schreibstil der Autorin hat mich von Beginn an total gefesselt. Er ist stellenweise wunderschön poetisch. 

Fazit:
Klettert zu Wiebke auf den Baum und lasst euch ihre Geschichte erzählen! Es lohnt sich!

5 von 5 Sternen


Die große Wildnis von Piers Torday

Anja Druckbuchstaben | 23 Dezember 2013 | Kommentieren
http://www.randomhouse.de/Buch/Die-Grosse-Wildnis-Band-1/Piers-Torday/e439808.rhd
Zum Inhalt:
In einer Welt, in der keine Tiere mehr existieren, kommt sich auch der 12-jährige Kester manchmal vor wie der Letzte seiner Art. Zumindest in dem Mentorium für Problemkinder, in dem er lebt und wo alle so tun, als sei mit ihm etwas nicht in Ordnung. Als er dann auf einen Schwarm sprechender Tauben trifft, denkt Kester, jetzt werde er völlig verrückt.

Aber diese Tiere haben ihm etwas mitzuteilen …
Sie befreien Kester und bringen ihn in die Wildnis zu einem Ort, an dem die letzten wilden Tiere verborgen vor der Welt überlebt haben. Ihr weiser Anführer, ein mächtiger Hirsch, bittet Kester um Hilfe, und gemeinsam begeben sie sich auf eine große Reise, begleitet von einem vorwitzigen Wolfsjungen, einer eitlen Katzendiva, einer tanzenden Feldmaus, einer philosophischen weißen Taube und einem eigensinnigen Mädchen namens Polly. 
(Quelle: http://www.randomhouse.de/Buch/Die-Grosse-Wildnis-Band-1/Piers-Torday/e439808.rhd) 
 
 
Mein Senf zum Buch:
 
"*Mensch, ich trete vor dich im Namen all derer, die du getötet hast. Deine Zeit ist um.*" (S. 345)
 
Schon nachdem ich die Leseprobe verschlungen hatte war mir klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Der Schreibstil hat mich einfach beeindruckt.
Schon auf den ersten Seiten wird einem bewusst, dass Kester Jaynes ein besonderer Junge ist. Seit seine Mutter gestorben ist, hat er aufgehört zu sprechen. Das Buch ist aus seiner Sicht geschrieben und dadurch hat man natürlich einen ständigen Blick auf seinen Charakter und seine Gefühlswelt.
Er sagt selbst, er sei ein Freak, ohne Stimme und ohne Freunde. Er ist sensibel und sehr nachdenklich und er hat den Blick für das Wesentliche nicht verloren. Trotzdem stößt er schon auf den ersten 30 Seiten an seine Grenzen. Denn er lebt in Mentorium. Kester nennt es Schule, aber eigentlich hat es mehr von einem Gefängnis.
 
"Eure Eltern haben euch hierhergeschickt, weil sie euch, ähm, vergessen wollen." (S. 13)
 
In seiner Zeit, hat die Rote Pest beinahe alles tierische Leben dahingerafft. Es gibt außerdem keine Lebensmittel mehr, sondern nur eine Art Ersatz, der Formula genannt wird.
 
"Die vielen unnützen Insekten und Schädlinge, denen die Rote Pest nichts anhaben konnte, sind uns meistens nicht einmal einen Namen wert, sie sind Ungeziefer, mehr nicht." (S. 12)
 
Und mit genau diesem Ungeziefer fängt es an. Kester begibt sich auf eine abenteuerliche Mission. Doch vor allen Dingen sind sie auch auf der Flucht, denn auf ihrem Weg begegnen ihnen immer wieder auch Menschen, denen sie nicht trauen können. 
Neben wahnsinnig spannenden und mitreißenden Passagen, gibt es auch immer wieder Stellen, die einen als Leser sehr nachdenklich zurücklassen und zwar immer dann, wenn es um menschliches Verhalten geht.
 
Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich einige Bezeichnungen wie Mähndrischer, Mutter und Große Wildnis. Ich bin mir zwar sicher, dass das gewollt ist, aber ich würde mir das doch gerne mal im Original ansehen. Ich denke im Englischen kommt das vielleicht etwas besser rüber.
 
Ganz besonders zu erwähnen ist die grafische Gestaltung des Buches. Da wäre zum einen das Cover, das mir sofort ins Auge gefallen ist, aber doch eher nach einem Kinderbuch aussieht, was der Inhalt nicht wirklich ist. Sehr schön sind auch die einzelnen Kapitelüberschriften und Buch-Abschnitte, die jeweils mit Zeichnungen versehen sind.
 
Das Ende des Buches hielt für mich noch die ein oder andere Überraschung bereit und gleichzeitig wird auch deutlich, dass dies erst der Anfang einer spannenden Reise ist.
 
Fazit:
Eine sehr mitreißende, aufregende und gefühlvolle Geschichte. Obwohl es an Humor nicht mangelt, stimmt das Buch gleichzeitig auch traurig und nachdenklich. Das Buch sollte eine Pflichtlektüre für Erwachsene sein. Ich kann die Fortsetzung nicht erwarten.
 
"*Wenn ein Tier stirbt, erfahren wir es, ganz gleich wo wir gerade sind. Denn dann weint der Himmel Tränen*" (S. 117)
 
5 von 5 Sternen 
 
 
 
Vielen Dank an Blogg dein Buch und den cbj, die es mir ermöglicht haben, dieses tolle Buch zu entdecken! Ihr könnt das Buch hier kaufen!
 
 
 
 

Let's challenge each other

Anja Druckbuchstaben | 22 Dezember 2013 | 4 Kommentare

Pünktlich zum neuen Abschnitt sind die Aufgaben von Lu eingetroffen =)

1. Lies ein Buch von einem Autor, dessen Vorname nur drei Buchstaben hat.
2. Lies ein Buch, das auf einer wahren Begebenheit basiert.
3. Lies ein Buch, das eine Zahl im Titel hat.
 
Soeben bin ich meinen SUB von oben bis unten durchgegangen. Ich habe momentan kein einziges Buch mit einer Zahl im Titel und auch Geschichten über wahre Begebenheiten sind hier nicht zu finden. Da muss ich wohl endlich mal "Sex and the Office" lesen oder "Fillory". Das ist allerding ein ganz schöner Schinken =)
 
 
Meine Aufgaben für Denise 
 
1. Lies ein englisches Buch
2. Lies ein Kinderbuch
3. Lies die Forsetzung zu einer Dystopie
 
 
Auf geht's =)