Aus der Sicht der Dinge von Sandy Seeber

Anja Druckbuchstaben | 22 Juli 2014 | 3 Kommentare
Zum Inhalt:
Eine herzerwärmende Geschichte, die Kinder wie Erwachsene in das Reich der Fantasie entführt, um von dort die wirkliche Welt aus einem anderem Blickwinkel zu erleben.
Die siebenjährige Lisa schließt eine ungewöhnliche Freundschaft mit dem peruanischen Teddybär Osito, der viele Jahre mit ihrem Onkel Freddie auf Reisen war. Während der von den Abenteuern berichtet, die er mit Dingen wie der Kamera, der Sonnenbrille und den Wanderschuhen erlebt hat, scheint Lisa's Leben immer mehr aus den Fugen zu geraten. Und als ob die Trennung ihrer Eltern noch nicht schwer genug zu akzeptieren ist, wird auch noch die Freundschaft mit Osito auf eine harte Probe gestellt. 

Mein Senf zum Buch:
Gleich zu Beginn des Buches habe ich mich direkt in meine Kindheit zurückversetzt gefühlt. Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass ich früher dachte, dass Dinge Gefühle wie wir haben und ganz besonders traf das natürlich auf Kuscheltiere zu.
Kinder sehen die Welt mit anderen Augen. Wir Erwachsene können uns das nicht mal mehr ansatzweise vorstellen, obwohl wir doch auch mal so klein waren.
Mit dem kleinen Bär Osito und Lisa, taucht der Leser in viele kleine Abenteuer ein. In kleinen Geschichten werden viele wichtige Fragen aufgegriffen. Warum ist eigentlich Zeit so wichtig für uns und wieso funktionieren Dinge nur für einen bestimmten Zeitraum? Es geht um Religion, Glaube und die Frage nach der eigenen Bestimmung.

Als sich Lisas Eltern trennen, bricht für sie verständlicherweise eine Welt zusammen. Sie versteht einfach nicht wieso sich ständig alles ändern muss. Veränderungen machen ihr Angst. Aber das schlimmste ist, dass sie den Eindruck hat, dass alle Erwachsenen ständig lügen und Dinge für sich behalten. Da hat sie nicht ganz unrecht. Erwachsene halten oft Informationen zurück und sie sagen Kindern oft einfach nicht die Wahrheit. Sicherlich meistens aus dem Grund, dass man die Kleinen nicht verletzen will oder man einfach nicht weiß wie man bestimmte Dinge erklären soll, die man selbst nicht richtig versteht. Wenn ich eins gelernt habe, dann dass es am besten für alle ist, einfach ehrlich zu sein und Dinge offen anzusprechen und zu erklären. Die Zwerge sind cleverer als man denkt =).
Am Ende lernt Lisa, dass es meistens einfach auf den Standpunkt ankommt, aus dem man die Dinge betrachtet und dass Veränderungen zum Leben gehören.

"'Es gibt keine Schuld dafür, dass sich dein Leben ändert. Das Leben ist wie ein Fluss. Einmal ist es traumhaft und dann hinter der nächsten Biegung kann es sich komplett verändern. Nichts bleibt wie es ist, weder das Gute noch das Schlechte'" (S. 106/ 107)

Fazit:
Ein ganz wundervolles Buch, das dem Leser einen Einblick in eine verletzliche Kinderseele gibt. Jeder sollte sich zwischendurch immer mal wieder in Erinnerung rufen, was im Leben wirklich wichtig ist! Wer Lust auf eine kleine philosophische Reise hat und vielleicht schon selbst Kinder hat, der sollte das Buch unbedingt lesen.

4 von 5 Sternen


Angelwood - Kings and Queens von Hendrik Birke

Anja Druckbuchstaben | 20 Juli 2014 | 3 Kommentare
Zum Inhalt:
Glaubt Ihr wirklich, dass es keine Wunder mehr gibt? Dass alle Zuversicht verloren ist, nur weil die Welt immer trostloser, gemeiner und egoistischer wird? Denkt Ihr, all das fröhliche Lachen ist verstummt, weil unsere geheimen Wünsche von mürrischen Bösewichtern auf dem Friedhof der Träume vergraben wurden?
Schließt Eure Augen, holt ganz tief Luft und glaubt fest daran, dann seht Ihr selbst, wie majestätische Drachen mit heißem Atem und gewaltigen Schwingen machtvoll über Eure Köpfe brausen und sehnsuchtsvoll Euren Träumen königliche Flügel verleihen.
Verwegene Helden, deren tapferes Herz am rechten Fleck schlägt, deren glorreiches Schwert für die eine - oder manchmal auch andere - segensreiche Sache einen aufrechten Kampf gewinnt. Bezaubernde Prinzessinnen, die voller Sehnsucht und unsterblicher Liebe auf diesen einen Helden und Krieger warten, der sie aus den Fängen heimtückischer Halunken befreit. Treue Gefährten, die ohne Furcht vereint bis ans Ende der Welt gehen, auf deren Freundschaft man in jeder Schlacht, in jedem noch so scheinbar verlorenen Scharmützel zählen kann. Die Liebe einer Königin, der Stolz eines Königs, die vereint das Wohl der Menschen und ihrer Kinder behüten. Heller, leuchtender, strahlender als Ihr es je in Euren kühnsten Fantasien erahnt.
Begebt Euch auf ein gefährliches Abenteuer und folgt mutig der wunderschönen Serenity, Prinzessin von ANGELWOOD, die gemeinsam mit ihren Freunden auf einer riskanten Reise, in der tugendhafte Werte wie Liebe, Glaube, Kraft, Respekt, Mut, Stolz, Ehre, Treue und tiefe Freundschaft mehr denn je im Kampf gegen das Böse gebraucht werden. Rettet gemeinsam mit den kühnen Gefährten den göttlichen Kompass vor dem Untergang der Menschheit. (Quelle: Amazon)

Mein Senf zum Buch:
Schon von Beginn an, hat mich das Buch durch den fantastischen Erzählstil, geprägt durch Liebe und Humor, überzeugt. Einen kleinen Eindruck bekommt ihr davon, wenn ihr euch die Angaben zum Inhalt oben durchlest. Dazu kommt eine ganze Reihe sympathischer Charaktere wie der Engelskrieger Raphael, die Prinzessin Serenity, Vinvent, Arnie und Shoo-Shoo der Drache. Zur Krönung ist die Geschichte mit unfassbar tollen Zeichnungen der Charaktere gespikt. Da hat es mir zwischendurch wirklich leid getan, dass mein Reader nur schwarz-weiß kann.
Zu einer guten Geschichte gehören natürlich auch gelungene Bösewichte, die die Welt ins Unglück stürzen und alle Macht an sich reißen wollen. Davon gibt es hier ein paar wirklich gelungene Exemplare.

Ehre und Respekt, das sind Worte, mit denen man in Angelwood noch etwas anfangen kann. Hier lebt auch Prinzessin Serenity. Doch als jemand versucht den göttlichen Kompass zu zerstören, ist sie gezwungen Angewood zu verlassen. Um das zu retten, was ihr lieb und teuer ist, begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise. Sie muss Verbündete finden, denn alleine kann man gegen das Böse nicht viel ausrichten.  

"Manchmal führt uns das Schicksal zusammen, ob wir es wollen oder nicht. Es
schenkt uns neue Aufgaben. Oder noch viel besser: wir lernen neue Freunde
kennen! " (S. 86)

Hab ich schon erwähnt, dass ich vom Schreibstil absolut begeistert bin? Da ich ja wohl kaum das ganze Buch hier posten kann, muss ich mich wohl auf eine kleie Auswahl von Zitaten verlassen, um das zu untermalen:

"Wir alle können die Richtung wechseln, wir können einen anderen Weg einschlagen und das Schlechte hinter uns lassen, es liegt an uns. Genau wie die Nadel des Kompasses uns den sicheren Weg nach Hause zeigt, kann uns unsere Seele und unsere Moral jederzeit den richtigen Pfad des Herzens weisen. Es ist nie zu spät, einen besseren Kurs zu
setzen" (S. 21)

 "Solange dein Herz schlägt, kannst du die Welt verändern. Jeder Herzschlag ist eine Sekunde in der Ewigkeit. " (S. 34)

"'Menschen tun nichts, ohne etwas dafür zu fordern.' Der Blick des Waldogers wirkte traurig. 'Nur Kinder und Tiere vermögen etwas zu Geben und wünschen sich im Gegenzug dafür nicht viel, außer Aufmerksamkeit und Liebe" (S. 63)

"Es gibt keine perfekte Blume. Es ist wie mit allen Lebewesen. Jedes einzelne strahlt für sich mit seiner eigenen Schönheit und Anmut" (S. 84)

Das erste Buch "Kings and Queens" ist nur der Beginn der Reise und hauptsächlich auf die Einführung der Charaktere fokussiert. Es besteht also Hoffnung auf eine baldige Forsetzung.

Fazit:
Den Leser erwartet eine wundervolle und abenteuerliche Reise, bei der nicht alles und nicht jeder dem ersten Anschein entspricht. Manchmal findet man Verbündete eben an Orten oder in Menschen, bei denen man es sich nicht vorstellen kann. In der Geschichte finden sich außerdem viele kleine Weisheiten und Wahrheiten, die einen berühren und zum nachdenken bringen.
Ein gelungener Auftakt, mehr davon!


4 von 5 Sternen





Follow Friday

Anja Druckbuchstaben | 18 Juli 2014 | 12 Kommentare
http://abookshelffullofsunshine.blogspot.de/2014/07/ff-deutscher-follow-friday-11-juli-2014.html?showComment=1405062148662#c88381125145432228

Eine tolle neue Aktion habe ich bei Sonja entdeckt. Der deutsche Follow Friday für Bücherblogs =). Genaueres erfahrt ihr, wenn ihr auf das Bild oben klickt.

Die Aufgabe für diesen Freitag ist es, einen Ausschnitt seines Stapels der Schande zu zeigen, also quasi seinen SUB ^^. Da gibt es bei mir wirklich genug zu zeigen! Hier mal ein Ausschnitt:







Ja ich weiß, da sind richtig tolle Bücher dabei :-P


Endless Life - Der Weg des Unsterblichen von Anne Lück

Anja Druckbuchstaben | 15 Juli 2014 | 1 Kommentar
Zum Inhalt:
Noés bester Freund ist ein Dämon. Auch wenn die ganze Welt dagegen ist. Denn wer sich mit Dämonen einlässt, begibt sich in höchste Gefahr. Sicherheit versprechen allein die Engel, fast unsterbliche Wesen, die über die Menschen auf der Erde herrschen und ihnen Schutz bieten.
Doch Azriel ist anders, als es in den Büchern steht.
Und dann kommt Nero, Sohn des obersten Magistrats der Engel, Noés Geheimnis gefährlich nahe. Auf Kontakte zu Dämonen stehen schwere Strafen - was aber, wenn Engel und Dämonen gar nicht so viel voneinander trennt? 

Mein Senf zum Buch: 

"Die Legende besagt, dass Menschen, Dämonen und Unsterbliche mit Gott einen Pakt schlossen, der sie auf ewig dazu verpflichtete, die Grenzen zwischen den Welten unberührt zu lassen" (S. 181)

Wieso verbindet man mit Engeln eigentlich immer das Gute und mit Dämonen das Schlechte? Muss das so sein? NÖ! Deshalb fand ich die Ideen und den Ansatz der Autorin ganz fantastisch! 
Der Schreibstil ist sehr angenehm und die sarkastische Art eines bestimmten Dämons kam bei mir ebenfalls gut an.

Die Autorin hat in diesem Auftakt tolle Charaktere erschaffen. Am allerbesten gefällt mir die Protagonistin Noé. Sie ist kein leichtgläubiger Mensch, man kann ihr nicht so schnell etwas vormachen! Sie findet stets Mittel und Wege, ihre Ziele zu erreichen. Sie hat mich mit ihrer Entschlossenheit ein paar mal wirklich überrascht.

Azriel ist ein Dämon, der immer sehr distanziert und gleichgültig wirkt. Seine wahren Gefühle lässt er nicht so richtig raus, jedenfalls nicht direkt. Aber er steht auf Cheeseburger und ist Noé ein guter Freund.

Nero ist ein Unsterblicher, ein sogenannter Engel. Engel denken sie seien etwas besseres. Genau genommen lehrt man sie, dass sie über den Menschen stehen. So erging es auch Nero. Er wurde zu einem Soldaten ausgebildet. Als Noé ihm über den Weg läuft, mit ihren ungewöhnlichen Ansichten, gerät sein Weltbild ziemlich durcheinander.

Ich finde es toll, dass die Charaktere zur Abwechslung mal nicht nach fünf Minuten übereinander herfallen. Es kommt hier viel mehr auf tiefe Gefühle an, die sich über Jahre aufgebaut haben. Sehr sympathisch!

Ein paar kleinere Kritikpunkte gibt es auch: Ich fand Azriel war ein bisschen zu zahm was Nero angeht. Und bei Nero fand ich es verwunderlich wie schnell er von einer Überzeugung abkommt, die man ihm sein ganzes Leben lang eingetrichtert hat. Noé war manchmal sehr naiv, aber sie ist nunmal auch noch sehr jung.

Zum Schluss überrascht Anne Lück mit Wendungen, die ich nie im Leben erwartet hätte.

Fazit:
Tolle Charaktere, toller Schreibstil und eine fesselnde Handlung mit ungewöhnlicher Rollenverteilung machen dieses Buch aus. Am Ende steht zur Abwechslung mal kein fieser Cliffhanger und trotzdem ist man unheimlich neugierig auf den Folgeband!

4 von 5 Sternen


Neuzugänge oder auch SUB-Explosion

Anja Druckbuchstaben | 13 Juli 2014 | 5 Kommentare
Hallo Ihr Lieben,

bei mir sind wieder gaaaaaaanz tolle Bücher eingezogen und diesmal sind es echt viele. Mein SUB-Regal ächzt und knarzt unter dieser Last. Also werde ich sie wohl recht zügig lesen müssen =)


Noés bester Freund ist ein Dämon. Auch wenn die ganze Welt dagegen ist. Denn wer sich mit Dämonen einlässt, begibt sich in höchste Gefahr. Sicherheit versprechen allein die Engel, fast unsterbliche Wesen, die über die Menschen auf der Erde herrschen und ihnen Schutz bieten.
Doch Azriel ist anders, als es in den Büchern steht.
Und dann kommt Nero, Sohn des obersten Magistrats der Engel, Noés Geheimnis gefährlich nahe. Auf Kontakte zu Dämonen stehen schwere Strafen - was aber, wenn Engel und Dämonen gar nicht so viel voneinander trennt?

Das Buch habe ich im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks bekommen. Danke Anne =). Ich habe es bereits gelesen und für gut befunden. Rezi folgt in den nächsten Tagen.







Johanna kann seit ihrer Kindheit den Tod von Menschen mittels einer Berührung sehen. Als sie auf diese Weise ihre einzige Freundin Carla verliert, ist Johanna vollkommen am Ende. Sie begeht Selbstmord.
Auf der Schwelle zwischen Leben und Tod trifft sie auf Than einen Todesengel, der ihr anbietet, ihr Leben ebenfalls als Todesengel fortzuführen. Als Johanna das Angebot annimmt, ahnt sie noch nicht im Geringsten, was sie erwarten wird die Intrigen der Engel, eine neue Liebe und eine Freundschaft, die weit über den Tod hinausgeht. 
 
Das E-Book habe ich über vorablesen bekommen. Es ist ebenfalls von Anne Lück! Schon nach den ersten Seiten der Leseprobe war klar, dass ich das Buch lesen möchte. Toller Schreibstil bisher =)









Und hier kommt nun noch mein gigantischer Buchgewinn von den bookjunkies hinzu! Insgesamt 6 Bücher und drei tolle individuelle Lesezeichen hab ich dort ergattert. Ich bin immernoch so froh, dass sich die erste Gewinnerin nicht gemeldet hat :-P. Nochmals tausend Dank ihr Lieben!


Männliche Protagonisten und die Sache mit den Haaren der Mädels

Anja Druckbuchstaben | 11 Juli 2014 | 16 Kommentare
 

Hallo Ihr Lieben,

mir ist in letzter Zeit vermehrt ein bestimmtes Vorkommnis in Büchern aufgefallen und das kann ich natürlich nicht für mich behalten =) Sicher habt ihr es auch schonmal irgendwo gelesen und zwar geht es um folgendes:

Der männliche Protagonist srteicht dem weiblichen Pendant, völlig überraschend oder auch in einem Moment tiefster Zuneigung, eine Haarsträhne hinters Ohr!

Und weiter??? Ganz einfach: Ich habe das mittlerweile in so vielen Büchern gelesen, dass ich an solchen Stellen einfach nur noch die Augen verdrehen kann. Selbst der übelste Bad Boy streicht seinem weiblichen Pendant eine Strähne hinters Ohr. Um genau zu sein, scheinen besonders Bad Boys unheimlich anfällig für solche Gesten zu sein.

Daemon Black macht es bei Katy
Cole Holland macht es bei Ali
Ich glaube auch im Mind Ripper und in Jamaica Lane gibt es eine solche Szene
usw... usw...


Sollte irgendjemand in der nächsten Zeit versuchen, mir eine Strähne hinters Ohr zu streichen, dann werde ich wahrscheinlich in schallendes Gelächter ausbrechen und mich am Boden winden =).
Außerdem frage ich mich, ob es irgendwo eine geheime Liste mit Phrasen gibt, die Autoren standardmäßig vorliegt und bei der sie sich nach herzenslust bedienen.
Das mit der Strähne ist ja nicht der einzige Satz, der sich oft wiederfindet. Habt ihr schonmal mitgezählt, wie oft der Satz "Irgendwo bellte ein Hund" vorkommt? Im Büchertreff gibt es einen ganzen Thread dazu, in dem die Leser fleißig Bücher auflisten, in denen dieser Satz vorkommt. Und glaubt mir, es sind verdammt viele.

Und nun meine abschließende Frage:
Hat euch schonmal jemand eine Strähne hinters Ohr gestrichen? ^^ Los raus damit!