Erschienen am 09. November 2015 | 480 Seiten | ab 14 Jahren | 9,99 € | Victoria Scott | cbt Verlag
Zum Inhalt:
Dante Walker ist brillant in seinem Job als Seelensammler. Bis er vor einer echten Herausforderung steht – nämlich vor Charlie Cooper, einem total abgedrehten Mädel, dessen Seele er seinem Boss binnen zehn Tagen in die Hölle liefern soll. Eigentlich ein Klacks für jemanden mit Dantes Qualitäten. Doch die werden auf eine harte Probe gestellt, als Nerd Charlie Dantes Gefühlswelt teuflisch durcheinander bringt. (Quelle: cbt)
Mein Senf zum Buch:
Dante Walker ist wohl der netteste, hilfsbereiteste und bescheidenste junge Mann, den ihr euch vorstellen könnt *Ironie off*.
Träumt weiter... er ist ein arroganter, selbstverliebter, von sich eingenommener, besserwisserischer Dämon, dessen Aufgabe es ist, Seelen für die Hölle zu sammeln.
"Mein Job ist einfach: die Menschheit durchjäten und allen ein großes 'Gut' oder 'Böse' auf den Hintern stempeln. Der Heilige mit der Zipfelmütze kriegt die Guten, und ich kriege die, die Spaß machen. (S. 13)
Charlie ist sein neuester Auftrag. Und sie ist anders. Sie trägt Zahnspange, ist nicht sonderlich vorzeigbar, verhält sich uncool und damit völlig natürlich. Alles worauf Dante nicht steht, das komplette Gegenteil von ihm.
Ich liebe Dantes bösen, fiesen Humor, seine Selbstironie und den Sarkasmus, auch wenn der meistens auf Kosten anderer geht. Das Buch ist aus seiner Sicht geschrieben und der Schreibstil ist daher sehr von seinem Charakter geprägt. Wirklich gelungen!
Und Charlie? Ihr werdet sie ebenfalls lieben! Dieses Mädchen gibt der Geschichte sehr viel.
Ich finde die Idee für das Buch toll! Den Part mit dem Seelen markieren und sammeln, habe ich als interessante Innovation empfunden.
Natürlich kommt das Buch nicht ganz ohne Klischées aus und die Entwicklung von Dante ist auch leicht vorhersehbar, aber das hat mich überhaupt nicht gestört!
Ein bisschen schade ist es, dass die Nebencharaktere, im Besonderen Charlies bester Freund Blue, sehr oberflächlich bleiben. Hier hätte ich mir einfach mehr Präsenz und Details erhofft.
Und dann gibt es da eine Stelle, die mich echt genervt hat. Diese spielt sich kurz vor Ende ab (S. 413). Ich kann euch leider nicht mehr dazu verraten, sonst würde ich spoilern. Nur so viel: Nach über 400 Seiten Dante Walker pur, kann ich mit Sicherheit sagen: NEIN, nein, nein! Das ist nicht Dante Walker like! Das hat für mich einfach nicht gepasst.
Nach einer ordentlichen Portion Drama, ist das Ende kitschig traurig und es wird deutlich, dass es hier eine Fortsetzung geben wird.
Fazit:
Dante Walker hat mich mit seiner sarkastischen, arroganten, fiesen und selbstironischen Art gut unterhalten. Charlie mochte ich ebenfalls sehr, nur die Nebencharaktere waren ein bisschen blass und typisch. Von ein paar Klischées und Vorhersehbarkeit abgesehen, hat mir das Buch gut gefallen. Auch wenn mich das Ende nicht sonderlich geflasht hat, würde ich auf jeden Fall die Fortsetzung lesen (Dante Walker ist eine Trilogie).
Wer auf Typen wie Cole Holland oder Daemon Black steht, der könnte hier durchaus seinen Spaß haben.
Vielen Dank an den cbt Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

