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Angels & Devils - Die Macht deiner Berührung von Sandra Henke

Anja Druckbuchstaben | 29 Mai 2019 | Kommentieren
Erschienen am 02.04.2019 | 232 Seiten | 12,99 € | ab 18 Jahren | Band 1
Sandra Henke | Piper


Infos zum Inhalt

Als die reiche Teaghan dem unwiderstehlichen Rucksacktouristen Hawk in ihrer Strandvilla Schutz vor einem Unwetter bietet, stürzt sie nicht nur in einen Strudel aus Ausschweifungen um Dominanz und Unterwerfung, sondern gerät in große Gefahr. Denn Hawk ist nicht der, der er vorgibt zu sein. Wenn er doch nur nicht so verteufelt sexy wäre... (Quelle: Piper)

Serverland von Josefine Rieks

Anja Druckbuchstaben | 18 Mai 2018 | 4 Kommentare
Erschienen am 19. Februar 2018 | 176 Seiten | 18,00 €
Josefine Rieks | Hanser


Klappentext

Das Internet ist seit Jahrzehnten abgeschaltet, die Statussymbole von früher sind nur noch Elektroschrott. Reiner, Mitte zwanzig, sammelt Laptops aus dieser lange vergangenen Zeit und wird zum Begründer einer Jugendbewegung, die verklärt, was es früher wohl einmal gab – die Freiheit einer Gesellschaft, die alles miteinander teilt. Mit Hilfe einer Autobatterie gelingt es, eine Verbindung zu lange stillgelegten Servern herzustellen. Die Jugendlichen sehen, was seit Jahrzehnten keiner mehr gesehen hat: das Internet. Mit einem sezierenden Blick auf unsere Gegenwart hat Josefine Rieks einen rasanten wie klugen Roman geschrieben. Ein Debüt, das man mit weit aufgerissenen Augen liest. (Quelle: Hanser)

Battle Island von Peter Freund

Anja Druckbuchstaben | 29 August 2016 | 5 Kommentare

Erschienen am 25.07.2016 | 544 Seiten | 14,99 € | ab 12 Jahren | Peter Freund | cbj



Als Louisa die Castings für die brandneue TV-Show »Battle Island« erfolgreich besteht, glaubt sie sich ihrem Ziel ein Stück näher: Mit dem Preisgeld die Therapie ihrer Mutter bezahlen und sie so vor dem sicheren Tod retten. Millionen von Zuschauern werden ihre Suche nach einem Schatz verfolgen, der auf einer von der Außenwelt abgeschnittenen Insel im Atlantik versteckt ist. Doch auch die anderen Kandidaten wollen an das Geld – dazu ist ihnen jedes Mittel recht, und so wird aus der Unterhaltungsshow bitterer Ernst (Quelle: cbj)

Lily Frost - Fluch aus dem Jenseits von Nova Weetman

Anja Druckbuchstaben | 21 März 2016 | 4 Kommentare


Erschienen am 29.02.2016 | 235 Seiten14,95 € | Nova Weetman | Beltz & Gelberg



Lily Frost zieht mit ihrer Familie in ein altes Haus in einer verschrobenen Kleinstadt. Ihr Zimmer auf dem Dachboden ist ihr unheimlich: Immer wieder fällt der Strom aus, die Tür verriegelt sich von selbst und Lily entdeckt Buchstaben, die in die alten Dielen geritzt sind – sie ergeben ihren Namen. Jemand – etwas – scheint mit ihr kommunizieren zu wollen. Ist es Tilly, das Mädchen, das früher hier gelebt hat? Warum traut sich niemand über ihr Verschwinden zu sprechen? Lily gerät auf ihrer Suche nach Antworten in tödliche Gefahr und begreift: Ihr Schicksal ist auf unheilvolle Weise mit Tilly verbunden. (Quelle: Beltz & Gelberg)

Die frechen Krabben auf Gespensterjagd von Barbara Rose

Anja Druckbuchstaben | 29 Oktober 2015 | 3 Kommentare

Erschienen am 20. Juli 2015 | Barbara Rose | 144 Seiten | 8,99 Euro | Band 2 | 7-9 Jahre | Verlag Kerle


Zum Inhalt:
Die Frechen Krabben machen Ferien auf dem Schloss der Gräfin Zieselwitz. Die Mädchen erobern begeistert das Schloss und untersuchen, ob in den Türmen und Verliesen nicht noch ein paar uralt vermüffelte Ritter hausen. Doch aus dem Spaß wird bald gruseliger Ernst: Sie begegnen nachts einem Gespenst und werden samt Schweinchen Emil im stockdunklen Kellerverlies eingesperrt. Da ist es doch gut, dass sich die Affenbande auch gerade auf Schloss Rittersberg rumtreibt. (Quelle: Verlag Kerle)

Mein Senf zum Buch:
Ich habe zusammen mit meiner Tochter bereits den ersten Band gelesen und war daher nun sehr gespannt auf die Fortsetzung. Wie auch schon in der Rezension zum ersten Band erwähnt, finde ich die Idee für freche Mädchenbanden und deren Abenteuer genau richtig für diese Altersklasse.
Da können die Kleinen, die ja gar nicht mehr so klein sind, so richtig mitfiebern, sich damit identifizieren und sich vielleicht noch den ein oder anderen Streich abschauen.

Die Frechen Krabben auf Gespensterjagd, darunter habe ich mir ein spannendes, ein bisschen gruseliges, aber vor allem lustiges Abenteuer mit den Mädels vorgestellt. Leider wurde ich ein bisschen enttäuscht. Ich befürchte in diesem Fall hagelt es gleich mächtig Kritk, denn ein paar Themen im Buch und deren Umsetzung kann und will ich so nicht akzeptieren.

Es ist wohl nicht unheimlich genug, dass die Mädchen in den Katakomben eines alten Schlosses Geister vermuten und dort nachts heimlich herumschleichen. Das sollte doch wirklich Abenteuer genug sein und man könnte das auch total witzig und harmlos auflösen.
Aber NEIN! Sie bekommen es auch noch mit waschechten Dieben zu tun, die sie mit Messern und Pistolen bedrohen (ganz ohne Witz!) und in ein Verlies einsperren wollen. 
Das Schlimmste daran ist aber, dass dies auch noch völlig verharmlost, heruntergespielt und total unrealistisch aufgelöst wird.
Also da wären mir echte Gespenster doch lieber gewesen.

Fazit:
Mit ihrer Gespensterjagd schießt die Autorin ein ganzes Stück über's Ziel hinaus. Das liegt nicht an der Idee von Gespenstern selbst, sondern an wirklichen Gefahrensituationen, die verharmlost und heruntergespielt werden. Die Geschichte hätte das gar nicht nötig gehabt und so geht für mich der Spaß am Buch verloren. Als wir das Buch zugeklappt haben, haben meine Tochter und ich uns mit gerunzelter Stirn angeschaut. Ich glaube, wir konnten es beide nicht so richtig glauben. Ich empfand das Buch auf Grund der beschriebenen Kritikpunkte als wenig kindgerecht und würde es daher nicht weiterempfehlen.






Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen von Susan Juby

Anja Druckbuchstaben | 04 Mai 2015 | 2 Kommentare


Zum Inhalt:
Das Leben ist nichts für Feiglinge...

… denken sich die drei Freunde Dusk, Neil und Normandy, zu Beginn des 11. Schuljahres und starten ein gewagtes Experiment: Einmal jede Woche wird abwechselnd einer der drei einem Menschen aus ihrer Schule eine Frage stellen, die bisher keiner auszusprechen wagte, obwohl alle nach der Antwort lechzen. (Quelle: cbj)

Meine Senf zum Buch:
Der Schreibstil ist von Beginn an sehr gewöhnungsbedürftig und es häufen sich total nervtötende, ellenlange Fußnoten. Wenn ich eins nicht leiden kann, dann sind das Fußnoten!
Die Geschichte über Normandy und ihre Familie (inklusive ihrer schreibenden Schwester) hat mich die meiste Zeit gelangweilt. Ich kam der Versuchung ziemlich nahe, einfach ein paar Seiten zu überblättern. 
Seiten über Seiten muss man Normandys Gejammer und Komplexe darüber ertragen, dass ihre Schwester ein Buch geschrieben hat, in dem die Mitglieder der Familie sehr überspitzt und unvorteilhaft dargestellt werden. Ich hatte es nach zwei Seiten schon kapiert, aber die Autorin kommt immer und immer und immer und immer und immer wieder auf das gleiche Thema zu sprechen.
Die Eltern selbst waren im ganzen Buch sehr reaktionsarm und realitätsfremd dargestellt. Nicht nachvollziehbar für mich. Man muss aber hier beachten, dass es einzig und allein die eingeschränkte Perspektive von Normandy ist.

Die Wahrheiten, die preisgegeben werden und das Vorgehen, der sogenannten Wahrheitkommission, waren total unspektakulär und uninteressant beschrieben.
In einer anderen Rezension habe ich gelesen, dass jemand das Buch total tiefgründig fand. Tja also der Tiefgang muss völlig unter mir durchgetaucht sein.

Zwischendurch werden immer wieder Gespräche zwischen Norm und ihrer Schwester Keira eingeblendet, in denen Keira bruchstückhaft davon erzählt, was ihr am College passiert ist. Die Art und Weise wie das beschrieben wurde ließ mich völlig kalt.
Die Auflösung am Ende habe ich genauso emotionslos zur Kenntnis genommen wie den Rest des Buches. 

Fazit:
Ich habe eine clevere Geschichte erwartet, mit der ein oder anderen aufregenden, interessanten Wahrheit. Die Grundidee klingt gut und bietet einen Haufen Potenzial, aber die Umsetzung blieb leider meilenweit hinter meinen Erwartungen zurück. Schade!





Vielen Dank an cbj für das Rezensionsexemplar!



Die Umweltfee von Christa Vera Meier

Anja Druckbuchstaben | 09 Juni 2014 | 3 Kommentare
Klappentext:
Es war einmal ein kleiner Junge, der hieß Emil. Jeden Tag spielte er mit seiner Freundin Tina. Eines Morgens aber sollte er vor dem Spielen den Mülleimer leeren. Weil ihm der Weg zur großen Mülltonne zu weit war, kippte Emil den Abfall einfach in den nahen Teich. Nun bekam der kleine Barsch im Wasser kaum noch Luft. Tina war entsetzt. Was nun? Hier konnte nur die Umweltfee helfen. Schnell machte sich Tina auf den Weg in den Wald, wo die Umweltfee mit ihrem Zauberstab schon auf sie wartete. Ob sie den kleinen Barsch retten kann?

Mein Senf zum Buch:
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, weil es ein ganz wichtiges Thema behandelt, für welches man auch Kinder schon in frühen Jahren sensibilisieren kann. Nämlich damit wie man mit unserer Welt umgeht. Dass man nicht einfach seinen Müll in die Gegend wirft und dass jeder von uns seinen Beitrag leisten muss, um unsere Umwelt zu schützen.
Angepriesen wird das Buch als einfühlsame Geschichte für Kinder ab vier Jahren, geschrieben von der erfahrenen Kita-Erzieherin Christa Vera Meier.

Nachdem ich die Geschichte meiner Tochter vorgelesen hatte, war ich doch leicht ernüchtert um nicht zu sagen enttäuscht.
Ich finde die Geschichte weder einfühlsam noch liebevoll. Auch wenn die Kernaussage am Ende einigermaßen rüberkommt, haben wir schon unzählige Kinderbücher gelesen, die wesentlich einfühlsamer und kindgerechter waren und bei denen die Message am Ende nicht mit einem erhobenen Zeigefinger rübergebracht wird.
Das Buch eignet sich meiner Ansicht nach nicht für Kinder ab vier Jahren. Als Mutter gibt es für mich einfach zu viele Dinge, die mich stören, als dass ich das Buch weiterempfehlen könnte.
Kinder im Alter von vier Jahren nehmen sich Dinge sehr zu Herzen und Vieles beschäftigt sie noch längere Zeit. Die Art und Weise wie die Geschichte erzählt wird, finde ich da einfach too much.

Hier ein paar Beispiele:
Nachdem Emil den Müll in den Teich kippt und der kleine Barsch kaum noch Luft bekommt, hat Tina nichts besseres zu tun, als ihm gleich die Freundschaft zu kündigen. 
Als die Umweltfee zur Hilfe kommt, verwandelt sie Emil gegen seinen Willen in ein Krokodil.

 "Nun musste Emil als Krokodil im Teich leben. Er weinte, denn er wollte kein Krokodil sein, aber es half nichts."(Seite 15)

Nachdem alles wieder in Ordnung gebracht ist, kündigt Tina sofort an, dass sie nun wieder seine Freundin wäre und besiegelt das Ganze mit einem Kuss auf die Wange.

Ich weiß aus Erfahrung, dass kleine Kinder bei der Wahl ihrer Freundschaften nicht unbedingt sehr beständig sind und dieses "Ich bin nicht mehr dein Freund" gerne mal aus Trotz rauslassen oder als Druckmittel einsetzen, die Art der Umsetzung leuchtet mir dennoch nicht ein. Ich finde, dass man Kindern bestimmte Werte vermitteln sollte, aber auch hier macht der Ton die Musik. 

Fazit:
Der Grundgedanke ist löblich, aber die Art und Weise wie die Message rübergebracht wird hat mir einfach nicht gefallen. In dieser Form erinnert mich das stark an die verstaubten Märchen und erhobenen Zeigefinger der Bruder Grimm und dass die nicht unbedingt liebevoll und einfühlsam waren, sollte wohl jedem klar sein.
Darüber hinaus finde ich den Preis von 8,90 Euro für ein übergroßes Pixie-Buch auch etwas hoch. 

2 von 5 Sternen


Vielen Dank an Blogg dein Buch und den Fireling Verlag für das Rezensionsexemplar. Ihr könnt das Buch hier kaufen.

Soul Beach von Kate Harrison

Anja Druckbuchstaben | 13 Mai 2014 | 3 Kommentare
Zum Inhalt:
Meine Schwester ist tot.
Seit vier Monaten und fünf Tagen.
Ermordet.
Heute habe ich eine E-Mail erhalten.
Von ihr.


Als Alice eine E-Mail von ihrer toten Schwester bekommt, hält sie das zunächst für einen schlechten Scherz. Dann folgt jedoch eine Einladung in die virtuelle Welt von Soul Beach, einem idyllischen Strandparadies, wo ihre Schwester Megan seit ihrer Ermordung festsitzt.
Unter www.soulbeach.org entdeckt Alice eine völlig neue Welt abseits der Realität, die sie mehr und mehr in ihren Bann zieht.
Doch wer steckt hinter Soul Beach und warum herrschen hier solch strenge Regeln?
Warum wird der Strand nur von Jungen und Schönen bewohnt?
Und warum sind sie alle tot?
Wer hat Megan umgebracht?
Und könnte Alice das nächste Opfer sein?

„Frostiges Paradies“ ist der erste Band der Soul Beach-Trilogie. (Quelle: Loewe Verlag)

Mein Senf zum Buch:
OMG wie lange habe ich mich auf dieses Buch gefreut! Es stand schon ewig auf meiner Wunschliste, bis ich es mir endlich mal gegönnt habe. 
Am Anfang dachte ich echt, ich bin im falschen Film. Diese ominösen Mails von Meggies Account, kurz vor ihrer Beerdigung, da habe ich mehrfach die Stirn gerunzelt. Irgendwie hatte ich schon hier etwas anderes erwartet. Etwas mit mehr Cleverness, verzwickter, überzeugender und besser durchdacht.
Alice war viel zu leicht zu überzeugen. Klammert man sich in seiner Trauer wirklich an jeden Strohhalm, egal wie abwegig es auch ist? Ich halte mich für einen sehr rational denkenden Menschen, daher kommt mir das sehr merkwürdig vor.
Die Story zieht sich ziemlich lange hin, so dass ich mich geschlagene 3/4 des Buches so richtig gelangweilt habe. Ich war sogar kurz davor das Buch abzubrechen und das kommt bei mir so gut wie nie vor.
Die Grundidee ist wirklich nicht schlecht, aber die Umsetzung finde ich zu schwach und unglaubwürdig. Der Schreibstil ist sehr  monoton und dadurch wenig ansprechend für mich.
Der einzige Charakter, der mir gefallen hat, ist Lewis. Wobei ich ehrlich gesagt nicht verstehe, wieso er sich das antut. Entweder steht er total auf Alice oder er hat was mit dem Tod von Meggie zu tun. Vielleicht sogar beides, wer weiß.
Obwohl das Buch mit einem halbwegs spannenden Cliffhanger endet, spüre ich nicht den geringsten Drang, die Reihe weiterzuverfolgen.

Fazit:
Tja was soll ich sagen? Das ist wohl ein typischer Fall von einem gehypten Buch, das bei mir nicht landen konnte. Das passiert mir wirklich nicht oft. 
Interessante Grundidee mit wenig ansprechender Umsetzung. Meine Erwartungen wurden nicht mal ansatzweise erfüllt. 
Was die Bewertung angeht war es echt knapp und es tut mir auch ein klein wenig leid, aber ich kann in diesem Fall nicht mehr als 2 Sterne vergeben. Ich werde die Reihe nicht weiterverfolgen.

2 von 5 Sternen



Sex and the Office von Eva Sternberg

Anja Druckbuchstaben | 12 Januar 2014 | Kommentieren
Zum Inhalt:
Charlotte Paul hat schon so manches Praktikum absolviert und die Nase gestrichen voll von falschen Versprechen und echten Hungerlöhnen. Nun aber scheint die Chance ihres Lebens gekommen zu sein: ein Praktikum mit Aussicht auf ein Volontariat bei einem Fernsehsender in Berlin. Manchmal hilft es, wenn man ein freches Mundwerk hat, doch wenn man den künftigen Chef angiftet, kann das fatale Folgen haben. Aber auch wenn Charlottes Lieblingsfeindin sie mit größter Lust bis auf die Knochen blamiert, lässt sie sich nicht unterkriegen. Sie plant einen gekonnten Gegenschlag, denn Charlotte hat ein Ziel vor Augen: raus aus dem Praktikum und rein ins wirkliche Leben.
Eva Sternberg hat eine freche, sehr heutige Komödie geschrieben, die die Welt der Dauerpraktikanten gekonnt aufs Korn nimmt.

Mein Senf zum Buch:
Ich mag ja solche Office- und Wirtschafts-Geschichten sehr gerne, weil man das ein oder andere Mal wirklich Parallelen zum eigenen Job finden kann. 
Eva Sternberg hat mit Charlotte eine recht widersprüchliche Protagonistin geschaffen. Auf der einen Seite ist sie total tollpatschig, verpeilt und tappt in jedes nur erdenkliche Fettnäppchen, doch auf der anderen Seite ist sie einigermaßen intelligent und gerissen. Irgendwie hat das manchmal nicht so richtig zusammengepasst.
Auch wenn einige Gepflogenheiten vielleicht in der ein oder anderen Agentur üblich sind, so ist das meiste davon doch eindeutig fiktiv. Auf jeden Fall wird ordentlich in die Klischee-Schublade gegriffen, das war dann doch ein bisschen zu viel des Guten. Obwohl die Autorin einen recht amüsanten Schreibstil hat, sind wirkliche Lacher ausgeblieben.

Fazit:
Nette Geschichte für zwischendurch mit hohem Klischee-Faktor.

2 von 5 Sternen


Fucking Fulda

Anja Druckbuchstaben | 31 Dezember 2013 | 2 Kommentare


 

Zum Inhalt:
Was tun, wenn einen der Job zu längeren Zwischenaufenthalten an fremden Orten zwingt? Essen, schlafen, fernsehen? Das ist Nicole viel zu langweilig. Die hübsche Lokführerin hat an jedem Bahnhof einen Liebhaber und erfüllt sich jede ihrer heißesten Phantasien. Immer streng nach Dienstplan ist sie mal die fesselnde Domina, mal die geile Sexsklavin oder das unterwürfige Hausmädchen. Diese Frau weiß, was sie will und wer es ihr besorgen kann. Eine nicht ganz frei erfundene Tour de Sex durch deutsche Rangierbahnhöfe!

Mein Senf zum Buch:
Die Neugier hat mich dazu verleitet, dieses Buch zu lesen =).
Es ist im Prinzip eine Aneinanderreihung von Porno-Szenen (Dazu kann man wirklich nicht mehr Erotik sagen), zum Teil leicht verstörend wie ich finde. Alles was dazwischen geschrieben steht, interessiert einen eigentlich kaum, weil es nur inhaltslose Floskeln sind.
Die Sprache ist ziemlich derb, was sicherlich gewollt ist. Dagegen haben Bücher wie Shades of Grey ja richtig Stil.

Eins schafft das Buch auf jeden Fall, es provoziert. Ist aber stellenweise einfach geschmacklos, obwohl ich nicht zimperlich bin. Dass es im tagtäglichen Leben wirklich so einfach ist, jemanden rumzukriegen, um im Anschluss solche Szenen live zu erleben, daran habe ich nicht die geringsten Zweifel.

Fazit:
Für Leute mit voyeuristischen Zügen vielleicht ganz nett.

2 von 5 Sternen



Marcus Sedgwick - Weiße Krähe

Anja Druckbuchstaben | 17 August 2012 | Kommentieren



Klappentext:
Als die siebzehnjährige Rebecca in den kleinen Küstenort Winterfold kommt, ahnt sie nicht, was sich hier mehr als zwei Jahrhunderte zuvor abgespielt hat. Sie weiß nichts über die furchtbaren Experimente des damaligen Dorfpfarrers, die mehreren Menschen das Leben kosteten. Erst durch ihre neue Freundin Ferelith erfährt Rebecca von der gespenstischen Vergangenheit des Ortes. Nur was hat die unnahbare Ferelith heute noch damit zu tun? Warum interessiert sie sich so für die Frage nach dem Jenseits? Rebecca zweifelt. Ist Ferelith eine Gefahr für sie? Oder nur eine gute, wenn auch geheimnisvolle Freundin?



Mein Senf zum Buch:
Das Buch klang für mich so interessant, dass ich es unbedingt lesen musste. Kurz gesagt, ich bin ziemlich enttäuscht!
Die Geschichte braucht ungefähr 7/8 des Buches um überhaupt in Gang zu kommen. Der Charakter Rebecca ist ein total blasser und schwacher Charakter. Ich habe mich des Öfteren gefragt, ob die überhaupt was anderes kann, außer Heulen und Schluchzen! Das hat mich wirklich genervt. Auch der Charakter Ferelith ist weder Fisch noch Fleisch. Hier hat der Autor einfach versäumt ihn weiter auszubauen, dabei war er anfangs so interessant und ließ auf Großes hoffen.

Nach überwiegend nervigem Geplänkel zwischen Ferelith und Rebecca, kann letztendlich das absichtlich verwirrende Ende, die Geschichte
auch nicht mehr retten. Die Bezeichnung Gothic Thriller ist hier fehl am Platz und schürt völlig falsche Erwartungen.
Am Ende des Buches hat der Autor noch einige Anmerkungen gemacht, in denen er beschreibt wie er zu der Geschichte inspiriert wurde.
Er hat hier bewusst die besagten Elemente (Winterfold, den Bericht eines Wissenschaftlers und das Zitat von William James über die weiße Krähe) vermischt und genauso wirkt es auch auf mich, dies alles ist hier notdürftig vermischt.

2,5 von 5 Sternen