Lockwood & Co - Die Raunende Maske von Jonathan Stroud

Anja Druckbuchstaben | 02 November 2015 | Kommentieren
Erschienen am 19.10.2015 | Band 3 | 464 Seiten | ab 12 Jahren | 18,99 Euro | Jonathan Stroud | cbj Verlag 

Zum Inhalt:
Die Agenten von Lockwood & Co.: Anthony Lockwood, Lucy und George, führt ihr jüngster Fall mitten ins Zentrum der Geistererscheinungen, die London unerbittlich heimsuchen. Ein traditionsreiches Londoner Kaufhaus scheint Brutstätte des grausigen Phänomens zu sein. Wurde es doch auf den Überresten einer Pestopferruhestätte und über den Ruinen eines mittelalterlichen Kerkers errichtet. Gemeinsam mit Geisterjägern aus anderen Agenturen wagen sich Lockwood und seine Freunde bei Nacht in das Gebäude. Wer hier überleben will, braucht Mut und einen kühlen Kopf. Doch Lucy und ihre neue Kollegin Holly belauern sich eifersüchtig, Lockwood kommt von einem dunklen Geheimnis in seiner Vergangenheit nicht los und die düsteren Warnungen des wispernden Schädels verheißen Fürchterliches. (Quelle: cbj Verlag)

Mein Senf zum Buch:
Ohne große Umschweife, geht es gleich mit jeder Menge Action los. Unser Lockwood & Co. Team gerät direkt in eine brenzlige Situation. Was mir sofort aufgefallen ist und gefallen hat, ist der aus den Vorgängern bekannte trockene Humor.

Seit Band 2 hat das Geisterjäger-Team einen neuen Begleiter. Eine echte Bereicherung, wenn es um Schadenfreude und Gehässigkeit geht. Ich rede vom fiesen Schädel im Glas, der zwischendurch für Gemeinheiten und Belustigung sorgt. Er ist nie um ein paar aufmunternde Worte oder ein Lob verlegen:

"Hoffentlich erfährt nie jemand, dass ich mit Lockwood & Co. auch nur entfernt in Verbindung stehe! Ihr drei seid totale Versager." (S. 56)

"Uääääh....Mir wird sowas von übel. Lasst euch nicht stören, wenn ich gleich kotzen muss." (S. 275)

"Lockwood und George waren mit zwei anderen Fällen beschäftigt, darum nahm ich den Schädel mit. Auf diese Weise hatte ich wenigstens etwas Gesellschaft, wenn auch eine unsympathische und ziemlich widerwärtige. Immerhin hielt sein dummes Gelaber die Stille in Schach." (S. 106)

Die kleine Agentur Lockwood & Co. strebt weiterhin nach Anerkennung. Obwohl sie gute Arbeit leisten, werden sie oft von den Medien geschnitten und von der Konkurrenz belächelt. Lockwood geht es in diesem Band mehr denn je auf die Nerven. In seiner intelligenten, beherrschten Art, lässt er die Außenstehenden das spüren. Doch die harte Arbeit und das Knüpfen von Kontakten, scheint sich langsam aber sicher auszuzahlen.
Mit dem aktuell zu lösenden großen Fall, steigt der Gruselfaktor deutlich an.

Ich habe den Eindruck, Lucy hat sich ein bisschen in Lockwood verguckt und ich kann es ihr nicht verdenken. Wäre ich 15 Jahre jünger, ich würde mich ihm schamlos an den Hals werfen. 
Bisher habe ich das Team immer als sehr harmonisch empfunden, doch in diesem Teil tauchen Konflikte an einer Stelle auf, an der ich sie nicht erwartet hätte. Alles hängt mit einem weiteren neuen Teammitglied zusammen.

Lucy hat vom ersten Band an, eine beachtliche Entwicklung durchgemacht. Ihre Fähigkeiten bilden sich immer weiter aus und sind schwer zu bändigen. Die Entscheidung, die Lucy am Ende trifft, kam für mich nicht überraschend. Ich hatte sowas schon befürchtet und ich hoffe sie überlegt sich das nochmal.

Im Übrigen bin ich ein großer Fan von George. Er ist total verschroben, aber brilliant und das Verhältnis zu Lucy hat sich wesentlich verbessert.

Fazit:
Das neue Abenteuer steht seinen beiden Vorgängern, was Spannung angeht, in nichts nach, es wird sogar noch ein bisschen gruseliger. Dazu kommt der gewohnte, unfassbar gute Schreibstil von Jonathan Stroud, der sich durch viel Humor und Sarkasmus auszeichnet.
Der fiese Schädel, als ständiger nerviger Begleiter, hat sich in mein Herz geschlichen. Ich weiß nicht genau wie er das geschafft hat, aber es scheint wohl an seinen liebevollen Kommentaren zu liegen.
Es gibt von meiner Seite nur einen Kritikpunkt am Buch: Es ist viel zu dünn, es müsste doppelt so dick sein. Das Abenteuer ist nach 441 Seiten viel zu schnell vorbei.







Mit einem Klick auf das jeweilige Cover, kommt ihr zu den Rezensionen der Vorgängerbände.

http://druckbuchstaben.blogspot.de/2014/08/lockwood-co-die-seufzende-wendeltreppe.html http://www.druckbuchstaben.blogspot.de/2014/11/lockwood-co-der-wispernde-schadel-von.html






Vielen Dank an den cbj Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!!!




 

Bildwörterbuch Englisch - Deutsch von JOURIST

Anja Druckbuchstaben | 01 November 2015 | Kommentieren






Ein Bildwörterbuch, was ist das überhaupt?

Bildwörterbücher zeigen alles, was andere Wörterbücher nur versuchen zu erklären. Warum sind die Bilder so wichtig für das Lernen? Sie wirken viel unmittelbarer auf das Gehirn. Die Kombination von Bild und Wort erleichtert das Verstehen enorm und der Wortschatz prägt sich schneller ein. Und schließlich sind die Bilder viel lebendiger und emotionaler als der Text – das Lernen mit dem Wörterbuch macht deshalb sehr viel Spaß.
Die Bildwörterbücher bieten anhand der detaillierten realistischen Abbildungen eine umfangreiche Auswahl von allgemeinen und fachlichen Begriffen aus allen Bereichen des täglichen Lebens. Ein besonderer Vorteil des Bildwörterbuchs besteht darin, dass man die Begriffe nicht nur verstehen, sondern sich auch leicht einprägen kann. Nicht nur die Abbildungen selbst sind benannt, bei vielen Illustrationen werden auch deren Teile bezeichnet. So erlernt man gleichzeitig auch die Begriffe, die zu dem jeweiligen Gegenstand gehören. Anhand des Registers kann man den gesuchten Begriff in beiden Sprachen nachschlagen.
Der Inhalt ist in 14 Kapitel aufgeteilt: Tiere und Pflanzen, Mensch, Medizin, Haus und Haushalt, Nahrungsmittel, Kleidung und Accessoires, Gesellschaft, Kunst und Architektur, Sport, Freizeit, Büro und Kommunikation, Transport, Wissenschaft, Industrie und Energie.

  • Rund 3.500 Farbillustrationen
  • Rund 35.000 Wörter und Wendungen in Englisch und Deutsch
  • Register in Englisch und Deutsch
  • Flexcover, 640 Seiten
  • Format: 153x191mm
  • ISBN: 978-3-89894-654-4
  • Preis: 14,95 Euro

(Quelle: Jourist)


Mein Senf zum Buch:
Vor diesem Buch hatte ich noch nie ein Bildwörterbuch in der Hand. Ehrlich gesagt, wusste ich vorher gar nicht, dass es sowas gibt. Ich finde die Idee aber total klasse und deshalb hab ich mir das mal genauer angeschaut.
Zuerst mal war ich total beeindruckt von dem großen Spektrum an Themen, die das Bildwörterbuch abdeckt. Beim anfänglichen Durchblättern, bin ich direkt an einigen Bildern hängen geblieben, die mich interessiert haben. Und genau darum geht es, wenn man Wissen vermitteln will, muss man überhaupt erst einmal das Interesse wecken.
Aus der Schule bin ich es gewohnt, dass Wissen größtenteils theoretisch vermittelt wird. Das ist zwar schon ein paar Tage her, aber ich kann mich noch genau erinnern wie ich vor meinen Vokabelheften saß und mir die Wörter reingehämmert habe.
Das Schöne am Bildwörterbuch ist, dass man zusätzlich zu dem englischen Begriff auch direkt ein Bild verknüpfen kann, was es mir wirklich leichter macht, bestimmte Begriffe zu behalten.
Dazu kommt, dass man Vokabeln nicht wild durcheinander lernt, sondern in einem thematischen/ bildlichen Zusammenhang. Ich bin mir sehr sicher, dass der Lerneffekt hier wesentlich höher ist, aber vor allem macht es viel mehr Spaß.
Als totaler Handballfan, hab ich unter Sportarten natürlich erstmal geschaut, ob was für mich dabei ist und tatsächlich, ein Handballfeld mit allen Begriffen =)
Was ich meinem 12jährigen Cousin mal zeigen werde, sind die militärischen Bilder und englischen Wörter, das kommt sicher gut an. Jungs in dem Alter interessieren sich ja häufig für sowas.


Wer schon immer mal wissen wollte, welchen Teil des Rindes er da gerade bestellt hat, den könnte vielleicht das hier interessieren. Keine Angst, für Vegetarier sind auch viele Seiten dabei =)


Tierfans, die nicht ans Essen denken, kommen auch voll und ganz auf ihre Kosten. Hier nur ein kleines Beispiel:





Es gibt noch hunderte wundervolle Beispiele, die ich zeigen könnte. Aber ihr könnt auch gerne mal hier einen Blick ins Buch werfen: Jourist 

Fazit:
Wenn es Spaß  macht, sich mit einem "Wörterbuch" zu beschäftigen, dann haben Autoren und Verlag wohl alles richtig gemacht. Jetzt hätte ich noch gerne das mit französischen Begriffen =).


Vielen lieben Dank an Jourist für das Rezensionsexemplar.

Séance von Christine Bendik

Anja Druckbuchstaben | 31 Oktober 2015 | Kommentieren
Erschienen am 01.10.2015 | 75 Seiten | E-Book | 2,99 Euro | Christine Bendik | Droemer Knaur Verlag


Zum Inhalt:
Eine Woche nach der Vermisstenanzeige ist Silkes Freund immer noch nicht wieder aufgetaucht. Die Kripo befürchtet ein Verbrechen. In der Hoffnung, Kontakt zu Tom herstellen zu können, nimmt Silke an einer Séance teil und entdeckt Schauriges. (Quelle: Droemer Knaur)
 
 
Mein Senf zum Buch:
Silke kennt Tom seit einem Jahr und ganz plötzlich macht er einen Abflug, ohne ein Wort zu sagen. Niemand weiß wo er ist, naja zumindest sagt es ihr offenbar niemand.
Silke hat außerdem seit einiger Zeit einen Stalker, der sie oft anruft, ihr Komplimente macht und sie beschimpft, wenn sie kein Interesse zeigt.
Jetzt sitzt sie bei einem fremden, verkleideten Typen, den sie kaum kennt, in einem verlassenen Waldhäuschen, um eine Séance abzuhalten. Das ist der Stoff aus dem wahre Albträume sind.
 
Kennt ihr das, wenn ihr bei Horrorfilmen immer die Augen verdreht, wenn sich potenzielle Opfer in euren Augen dumm verhalten? Und in anderen Situationen möchtet ihr am liebsten schreien: "Laaaaaauuuuuuuuuf! So schnell du kannst!". Genauso ging es mir bei dieser Halloween-Story oft. Diese Szenen sorgten wirklich für Gänsehaut.
 
Als Leserin habe ich mich anfangs ständig gefragt wie logisch es ist, dass Silke in diese Lage geraten ist. Damit musste ich aber schnell aufhören, sonst wäre es mir nicht möglich gewesen, mich auf die Situation einzulassen.
Spannung und Verwirrung steigen mit jeder Seite. Das Setting ist dafür auch optimal, zwar etwas klischeehaft, aber spannend.
Ich war mit Silke in dieser Hütte und im kalten Wald, während sie Todesängste ausgestanden hat.
 
Während der Auflösung war ich wie gebannt, weil ich kein Detail verpassen wollte und trotzdem sind mir am Ende die Motive und Zusammenhänge nicht 100 % klar. Silke ist aus meiner Sicht nicht unbedingt die hellste Zitrone am Baum und das hat es mir schwer gemacht sie zu mögen.
 
Fazit:
Gruselfaktor und Spannung sind auf jeden Fall vorhanden. Leider bin ich mit der Protagonistin Silke überhaupt nicht warm geworden und die Zusammenhänge und Motive waren nicht ganz klar für mich. Die Endaussage hat mir gut gefallen. Insgesamt eine gute Halloween-Story.
 
 
 


Vielen Dank an Laura und Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar!
 
 

Heiß ersehnte Neuerscheinung im November - FF

Anja Druckbuchstaben | 30 Oktober 2015 | 10 Kommentare

Eine Aktion von und mit Sonja =) Ziel des Ganzen ist es, unser Netzwerk zu erweitern, neue Blogger und Blogs kennenzulernen und vor allem, um Spaß zu haben!

Die heutige Frage:

Auf welche Neuerscheinung im November freut ihr euch am meisten?

Oh Gott, da gibt's wirklich wieder einige tolle Bücher, aber auf eine Neuerscheinung freue ich mich ganz besonders und die wird auch schon bald bei mir einziehen =)







Das Cover sieht ja schonmal extrem gut aus ^^. Ich hoffe, dass der Inhalt mich auch überzeugen kann:
Dante Walker ist brillant in seinem Job als Seelensammler. Bis er vor einer echten Herausforderung steht – nämlich vor Charlie Cooper, einem total abgedrehten Mädel, dessen Seele er seinem Boss binnen zehn Tagen in die Hölle liefern soll. Eigentlich ein Klacks für jemanden mit Dantes Qualitäten. Doch die werden auf eine harte Probe gestellt, als Nerd Charlie Dantes Gefühlswelt teuflisch durcheinander bringt. (Quelle: cbt)


Auf was freut ihr euch am meisten? Werdet ihr Dante Walker auch lesen?

LG
Anja




 

Die frechen Krabben auf Gespensterjagd von Barbara Rose

Anja Druckbuchstaben | 29 Oktober 2015 | 3 Kommentare

Erschienen am 20. Juli 2015 | Barbara Rose | 144 Seiten | 8,99 Euro | Band 2 | 7-9 Jahre | Verlag Kerle


Zum Inhalt:
Die Frechen Krabben machen Ferien auf dem Schloss der Gräfin Zieselwitz. Die Mädchen erobern begeistert das Schloss und untersuchen, ob in den Türmen und Verliesen nicht noch ein paar uralt vermüffelte Ritter hausen. Doch aus dem Spaß wird bald gruseliger Ernst: Sie begegnen nachts einem Gespenst und werden samt Schweinchen Emil im stockdunklen Kellerverlies eingesperrt. Da ist es doch gut, dass sich die Affenbande auch gerade auf Schloss Rittersberg rumtreibt. (Quelle: Verlag Kerle)

Mein Senf zum Buch:
Ich habe zusammen mit meiner Tochter bereits den ersten Band gelesen und war daher nun sehr gespannt auf die Fortsetzung. Wie auch schon in der Rezension zum ersten Band erwähnt, finde ich die Idee für freche Mädchenbanden und deren Abenteuer genau richtig für diese Altersklasse.
Da können die Kleinen, die ja gar nicht mehr so klein sind, so richtig mitfiebern, sich damit identifizieren und sich vielleicht noch den ein oder anderen Streich abschauen.

Die Frechen Krabben auf Gespensterjagd, darunter habe ich mir ein spannendes, ein bisschen gruseliges, aber vor allem lustiges Abenteuer mit den Mädels vorgestellt. Leider wurde ich ein bisschen enttäuscht. Ich befürchte in diesem Fall hagelt es gleich mächtig Kritk, denn ein paar Themen im Buch und deren Umsetzung kann und will ich so nicht akzeptieren.

Es ist wohl nicht unheimlich genug, dass die Mädchen in den Katakomben eines alten Schlosses Geister vermuten und dort nachts heimlich herumschleichen. Das sollte doch wirklich Abenteuer genug sein und man könnte das auch total witzig und harmlos auflösen.
Aber NEIN! Sie bekommen es auch noch mit waschechten Dieben zu tun, die sie mit Messern und Pistolen bedrohen (ganz ohne Witz!) und in ein Verlies einsperren wollen. 
Das Schlimmste daran ist aber, dass dies auch noch völlig verharmlost, heruntergespielt und total unrealistisch aufgelöst wird.
Also da wären mir echte Gespenster doch lieber gewesen.

Fazit:
Mit ihrer Gespensterjagd schießt die Autorin ein ganzes Stück über's Ziel hinaus. Das liegt nicht an der Idee von Gespenstern selbst, sondern an wirklichen Gefahrensituationen, die verharmlost und heruntergespielt werden. Die Geschichte hätte das gar nicht nötig gehabt und so geht für mich der Spaß am Buch verloren. Als wir das Buch zugeklappt haben, haben meine Tochter und ich uns mit gerunzelter Stirn angeschaut. Ich glaube, wir konnten es beide nicht so richtig glauben. Ich empfand das Buch auf Grund der beschriebenen Kritikpunkte als wenig kindgerecht und würde es daher nicht weiterempfehlen.






Buchtrailer Wednesday - Schrott or not?

Anja Druckbuchstaben | 28 Oktober 2015 | 5 Kommentare



Guten Morgen ihr Buchverrückten!

Leni von Meine Welt voller Welten hat eine Buchtrailer Aktion gestartet, die jeden Mittwoch stattfinden soll. Dabei kann jeder einen Buchtrailer seiner Wahl unter die Lupe nehmen. Mehr Infos zur Aktion gibt es bei Leni


Mein Trailer für heute: Eleanor & Park



Ich habe dieses Buch geliebt, weil die Geschichte so wundervoll, die Charaktere so einzigartig und die Beziehung der beiden so besonders ist. Hier ist der Beweis.
Ich habe den Buchtrailer nie zuvor gesehen, aber wenn ich ihn mir jetzt so anschaue, bin ich doch sehr enttäuscht. Der Trailer und vor allem die Musikauswahl wird dem grandios tollen Buch in keinster Weise gerecht. Die Zitate sind toll, aber die Musik kann die Tiefgründigkeit und die Gefühle gar nicht deutlich machen. 

Wie seht ihr das?

LG
Anja